#104 - 7 Warnsignale, dass Ihre Vorrichtung Sie jeden Tag Geld kostet

Shownotes

Jetzt für unseren kostenfreien Videokurs registrieren

Die 5 teuersten Fehler im Vorrichtungsbau

👉 https://praxis.wescad.de/

In der heutigen Folge:

7 Warnsignale, dass Ihre Vorrichtung Sie jeden Tag Geld kostet

Zwei Minuten Nacharbeit wirken harmlos. Wenn sie aber jeden Tag, in jeder Schicht und bei mehreren Mitarbeitern anfallen, wird daraus ein teurer Dauerzustand.

Bernd Pille zeigt sieben Momente, an denen Sie erkennen, dass in Ihrer Fertigung Zeit und Geld verloren gehen. Dazu gehören ständige Nacharbeit, wiederholtes Nachjustieren beim Spannen, unterschiedlich interpretierte Zeichnungen, die Abhängigkeit vom besten Mitarbeiter, kleine tägliche Zusatzarbeiten, dauerhafte Behelfslösungen und ungeklärte Verantwortlichkeiten. Ein Praxisbeispiel mit drei übersehenen Schweißpunkten zeigt, wie früh solche Kosten bereits in Konstruktion und Abstimmung entstehen können.

Speziell für Fertigungsleiter, Produktionsverantwortliche und Entscheider in KMUs, die versteckte Zeitfresser erkennen und ihre Prozesse verlässlicher organisieren wollen, ohne Abstriche bei Qualität und Prozesssicherheit.

⏱️ Kapitel:

00:00 Sieben Momente, in denen Geld verloren geht 00:30 Rückblick: Was eine gute Vorrichtung ausmacht 00:52 1. Ständige Nacharbeit 01:40 2. Ständiges Nachjustieren beim Spannen

02:36 3. Zeichnungen werden unterschiedlich interpretiert 04:02 4. Nur der beste Mitarbeiter kommt ans Ziel 04:44 5. Die täglichen zwei Minuten 05:37 6. Behelfslösungen werden dauerhaft 06:58 7. Niemand fühlt sich verantwortlich 08:05 Die sieben Warnsignale zusammengefasst 08:45 Was Sie tun können

📋 Das nehmen Sie mit:

✅ Warum Nacharbeit nicht automatisch am Mitarbeiter liegt ✅ Welche Fehler im Spann- und Fixierkonzept ständiges Nachstellen verursachen ✅ Wie drei versteckte Schweißpunkte in einer Zeichnung zum Kostenrisiko werden ✅ Was zwei Minuten Zusatzarbeit über Schichten, Mitarbeiter und ein Jahr bedeuten ✅ Warum klare Zuständigkeiten und dokumentierte Lösungen Behelfe ersetzen müssen

🔍 Warum das für Sie relevant ist:

In Fertigungsbetrieben entstehen Kosten nicht nur durch große Störungen. Häufig summieren sich kleine Zusatzarbeiten, unklare Unterlagen und fehlende Verantwortlichkeiten. Wer diese Muster erkennt, kann Vorrichtung, Konstruktion und Zusammenarbeit gezielt verbessern.

❌ Was dabei schiefläuft:

  • Bauteile müssen nach der eigentlichen Produktion erneut bearbeitet werden
  • Spanner, Schrauben und Auflagen werden bei jedem Durchlauf neu justiert.
  • Zeichnungen, Toleranzen und Arbeitsanweisungen werden unterschiedlich verstanden.
  • Behelfslösungen bleiben bestehen, weil niemand eine dauerhafte Lösung verantwortet.

🔗 Links: 🌐 Website: https://www.wescad.de 💼 LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bernd-pille-a27281a7/ 📧 E-Mail: info@wescad.de

Vorrichtungsbau #Betriebsmittel #Fertigung #Maschinenbau #Kostenoptimierung #Schweißvorrichtung #Produktion #KMU #Effizienzsteigerung #fixundfertig

Transkript anzeigen

00:00:00: Sieben Momente, in denen du merkst, hier geht mir mein Geld durch

00:00:05: die Lappen.

00:00:07: Darüber müssen wir reden.

00:00:08: Mein Name ist Bernd Pille und das ist der Betriebsmittelpodcast Fix und

00:00:11: Fertig.

00:00:30: Ja, letzte Woche haben wir gesagt, okay, wir suchen mal nach sieben

00:00:34: Gründen oder sieben Belege dafür,

00:00:37: dass meine Vorrichtung richtig gut ist und dass sie richtig, richtig gut

00:00:40: funktioniert.

00:00:41: Und heute reden wir darüber, in welchen sieben Momenten du merkst, hier

00:00:48: geht mir mein Geld durch meine Finger.

00:00:52: Und der erste Punkt, und das ist wahrscheinlich auch in vielen Unternehmen

00:00:58: ein sehr, sehr großes Thema, ist ständige Nacharbeiten.

00:01:01: Immer, wenn Bauteile aus der eigentlichen Produktion herauskommen, wenn sie

00:01:06: eigentlich fertig sein sollten,

00:01:08: kommt jemand um die Ecke aus der Qualitätssicherung, der Schichtleiter,

00:01:12: vielleicht auch der Werker selbst, egal wer,

00:01:14: und stellt fest, okay, hier ist nicht gut gearbeitet worden, hier müssen

00:01:19: wir nacharbeiten.

00:01:20: Warum auch immer, das muss gar nicht am Mitarbeiter liegen.

00:01:22: Es kann auch in der Vorrichtung liegen, es kann am Prozess liegen,

00:01:26: es kann an Bauteiltoleranz liegen, whatever.

00:01:27: Es wird Gründe dafür geben, dem muss man nachgehen.

00:01:31: Also Punkt eins, ständiges Nacharbeiten macht dir deine Effizienz kaputt und

00:01:37: bereitet dir Probleme.

00:01:40: Zweites Ding, ständiges Nachjustieren beim Spannen.

00:01:44: Du hast vielleicht ein Spann- und Fixiersystem, legst die Bauteile ein,

00:01:47: machst die Spannung zu und stellst fest,

00:01:49: okay, die Bauteillage ist nicht ideal.

00:01:52: Das kann unterschiedliche Gründe haben.

00:01:54: Vielleicht hast du deine Spannsituation falsch gewählt.

00:01:57: Vielleicht spannst du nicht dort, wo du das Bauteil hättest spannen müssen.

00:02:00: Vielleicht hast du Aufsprung oder Bauteiltoleranzen nicht berücksichtigt.

00:02:05: Vielleicht hast du auch schlichtweg falsche Spanner, weil du nicht

00:02:08: ausreichend Spannkraft in deine Baugruppe oder in deine Einzelteile

00:02:12: reinbringst.

00:02:12: Das alles können unterschiedliche Gründe sein, die dich dazu bringen, dass

00:02:17: du sagst, okay, ich muss hier ständig nachstellen,

00:02:20: ich muss hier Schrauben nachdrehen, ich muss hier Spanner unterlegen, ich

00:02:24: muss hier Auflagen unterlegen.

00:02:26: Das sind Zeitfresser.

00:02:27: Das muss von vornherein einmal sauber geplant, durchstrukturiert und

00:02:30: aufgebaut werden und dann muss das laufen.

00:02:33: Da darf es keine Nacharbeiten mehr geben.

00:02:36: Der dritte Punkt ist, den es ganz häufig gibt und der passiert

00:02:41: dann meistens schon deutlich früher in der eigentlichen Konstruktionsphase,

00:02:45: sage ich mal, einer Vorrichtung, dass Leute Zeichnungen unterschiedlich

00:02:50: interpretieren.

00:02:51: Irgendwo, wir haben das damals die Tage, nicht damals, die Tage haben

00:02:54: wir es noch gehabt,

00:02:56: da waren sehr, sehr versteckt in einer Zeichnung noch drei Schweißpunkte

00:03:01: angegeben.

00:03:01: Die waren zwar mit einem dicken Kreuz gekennzeichnet, aber es gab so

00:03:06: viele verdeckte Kanten in dieser Zeichnung,

00:03:08: die der Kunde leider Gottes nur zur Verfügung gestellt hat für die

00:03:12: Schweißpunkte.

00:03:12: Da haben wir die Schweißpunkte aus der Zeichnung mehr oder weniger

00:03:15: rausgenommen,

00:03:16: haben die übertragen ins 3D, damit wir sie visualisiert haben, auch für

00:03:19: die Simulation.

00:03:20: Und dabei ist dann letztendlich dem Konstrukteur durch die Latten gegangen,

00:03:25: dass da ein Schweißpunkt noch ist und daneben noch zwei weitere, also

00:03:30: im Prinzip dann drei.

00:03:32: Und das ist das Problem, dass Zeichnungen unterschiedlich interpretiert

00:03:38: werden,

00:03:38: dass Dinge dort übersehen werden, dass Toleranzen unterschiedlich

00:03:42: interpretiert werden,

00:03:43: weil das leider Gottes immer mehr ein Thema ist, dass immer mal

00:03:47: wieder auch Kollegen da sind,

00:03:49: die sich im Toleranzbereich nicht so richtig gut auskennen.

00:03:52: Und deswegen ganz klar, da musst du aufpassen.

00:03:55: Leute interpretieren Zeichnungen unterschiedlich.

00:03:58: Da musst du ganz klar mit drauf schauen und da musst du

00:04:01: aufpassen.

00:04:02: Das vierte ist, das spiegelt sich so ein bisschen zum Punkt sieben

00:04:07: wieder,

00:04:08: oder zu den sieben Punkten wieder, die wir hatten, woran du erkennst,

00:04:12: dass es eine gute Vorrichtung ist,

00:04:14: nämlich, dass es der, dass immer nur der beste Mann mit deiner

00:04:18: Vorrichtung arbeiten kann,

00:04:19: damit es überhaupt irgendwie läuft und das ist auch ein Punkt, dann

00:04:22: geht dir definitiv auch Geld durch die Latten.

00:04:25: Wenn du da oder Produktionszeit durch die Latten oder Effizienz verloren, je

00:04:28: nachdem, wie du das nennen willst,

00:04:30: wenn immer nur der beste Mann ran muss, um den Auftrag zu

00:04:35: retten, sage ich mal,

00:04:36: um die Produktion ins Ziel zu bringen, dann ist das sicherlich auch

00:04:41: schlecht für das Unternehmen.

00:04:44: Genau, der fünfte Punkt ist eigentlich mein Lieblingsklassiker, das ist

00:04:47: nämlich das,

00:04:48: ja, ich mache das nochmal eben schnell, das dauert ja nur zwei,

00:04:51: drei Minuten.

00:04:51: Ja, das ist richtig.

00:04:53: Aber wenn ich diese ganzen Kleinigkeiten, die es im Unternehmen gibt und

00:04:56: die in der Produktion anfallen,

00:04:58: die immer nur zwei Minuten dauern,

00:05:01: wenn ich nicht auch die abstimme, abstelle, optimiere und mir dafür Lösungen

00:05:07: überlege,

00:05:08: weil ganz ehrlich, jeden Tag zwei Minuten mal fünf, wenn wir jetzt

00:05:13: mal davon ausgehen,

00:05:15: dass du im Schichtbetrieb bist, sind zehn Minuten die Woche.

00:05:17: Wenn du im Zwei-Schichtbetrieb bist, dann sind es 20 und wenn du

00:05:21: im Drei-Schichtbetrieb bist,

00:05:22: sind es 30 Minuten.

00:05:24: Und wenn wir das jetzt mal auf deine Mitarbeiter hochrechnen und aufs

00:05:28: Jahr,

00:05:28: dann wirst du dich erschrecken, was da für Zahlen bei rumkommen.

00:05:32: Also daher, das auch für mich ein ganz, ganz großer Punkt.

00:05:37: Punkt sechs ist auch richtig gut.

00:05:39: Das sind nämlich Behelfslösungen, die dann plötzlich dauerhaft eingesetzt

00:05:44: werden.

00:05:45: Das ist oft ein Klassiker auch in vielen Unternehmen.

00:05:48: Es gibt irgendwo eine Vorrichtung, eine Baugruppe wird produziert

00:05:51: und am Ende des Tages klappt das aber nicht so ganz

00:05:55: und der Werker fühlt sich vielleicht auch nicht ernst genommen.

00:05:58: Mit dem redet vielleicht auch keiner so richtig

00:05:59: und der sucht sich seine eigene Lösung und seine eigenen Lösungswege

00:06:04: einfach,

00:06:04: damit er sich selbst das Leben so leicht wie möglich machen kann.

00:06:07: Weil das ist genau das, was wir eigentlich ja alle wollen.

00:06:10: Wir wollen ja eigentlich alle unseren Job gut machen

00:06:14: und wir wollen ja möglichst einfach ans Ziel kommen.

00:06:17: Und da schafft er sich vielleicht Behelfslösungen,

00:06:20: mit denen er sich sicherlich irgendwie zu helfen weiß,

00:06:23: aber erstmal die Zeit, die er aufbringt, um diese Behelfslösung zu haben,

00:06:27: kostet Geld

00:06:27: und sie muss auch bezahlt werden.

00:06:30: Und die Kehrseite ist, wenn er das nicht machen würde,

00:06:33: wenn man jemanden fragen würde und er sich klar äußern würde

00:06:36: und auch die Unternehmenskultur so wäre, dass er sich klar äußern dürfte,

00:06:40: dann wäre es ja eine Möglichkeit, dass man von vornherein dann sich

00:06:44: einmal zusammensetzt,

00:06:44: dass man sagt, okay, das und das ist das Problem,

00:06:46: die und die Lösung wollen wir haben und dann wird nicht die

00:06:49: Behelfslösung das Endziel,

00:06:49: sondern wir haben eine saubere, dann auch hoffentlich dokumentierte Lösung.

00:06:55: Das ist, denke ich mal, auch ein ganz, ganz guter Ansatz und

00:06:57: ein ganz, ganz guter Punkt.

00:06:58: Und Punkt sieben, das zahlt so ein bisschen auf Punkt 6 mit

00:07:02: ein.

00:07:02: Keiner fühlt sich zuständig.

00:07:04: Das kennt man ganz oft.

00:07:05: Es gibt ein Problem.

00:07:07: Keiner will wirklich sich damit auseinandersetzen.

00:07:09: Die eine Abteilung sagt, haben wir letztens beim Kunden noch gehabt,

00:07:12: die eine Abteilung sagt, okay, Punkte sind nicht erreichbar,

00:07:16: Vorrichtungskonzept steht, bitte mit dem Kunden sprechen,

00:07:19: Punkte müssen verlegt werden.

00:07:21: Vertrieb, Projektmanagement sagen, nee, ich kann nicht mit dem Kunden

00:07:24: sprechen,

00:07:25: bitte Abteilung, Konstruktion, überlegt euch irgendwas,

00:07:29: wir brauchen eine Lösung, wir müssen hier in Kürze mal anfangen, eine

00:07:32: Vorrichtung zu bauen.

00:07:33: Und irgendwann kamen wir mit ins Ziel, habe ich gesagt, okay, was

00:07:35: habt ihr jetzt gemacht,

00:07:36: das und das haben wir gemacht.

00:07:37: Ich habe gesagt, okay, warum habt ihr es denn liegen lassen?

00:07:39: Ah ja, irgendwie hat sich keiner mehr zuständig gefühlt.

00:07:41: Also das ist der absolute Klassiker auch in vielen Unternehmen,

00:07:45: dass die Verantwortlichkeiten nicht klar geregelt sind,

00:07:48: dass es niemanden gibt, der mit den Leuten in der Produktion spricht,

00:07:51: die dann vielleicht auch wirklich mal die Probleme auf den Tisch bringen.

00:07:55: Und ich glaube, das sind sieben Momente, die wirklich auch Geld kosten

00:08:01: können,

00:08:02: was sich gerade auch in der heutigen Zeit, denke ich mal, niemand

00:08:05: mehr leisten kann.

00:08:05: Wir können sie nochmal kurz zusammenfassen.

00:08:08: Wir haben A, ständiges Nacharbeiten.

00:08:09: Wir haben zweitens ständiges Justieren beim Spannen.

00:08:13: Wir haben drittens, dass Leute interpretieren, Zeichnungen oder auch

00:08:18: Dokumente, Unterlagen,

00:08:19: Betriebsanleitungen, Bedienungsanleitungen, Arbeitsanweisungen

00:08:22: unterschiedlich.

00:08:23: Dadurch passieren Fehler.

00:08:24: Viertens, es muss immer der beste Mann ran, um diese Baugruppe ins

00:08:28: Ziel zu bringen.

00:08:30: Fünftens, Kleinigkeiten, die jeden Tag zwei Minuten Zeit und letztendlich

00:08:34: auch Geld kosten.

00:08:35: Sechstens, Behelfslösungen werden zur Endlösung.

00:08:40: Und siebtens, keiner fühlt sich für irgendwas verantwortlich.

00:08:45: Und ganz ehrlich, wenn du dich bei zwei dieser sieben Punkte wiedergefunden

00:08:51: hast,

00:08:52: dann ist das überhaupt nicht schlimm, weil das ist ganz normal.

00:08:55: Und ich wette, dass sich fast jeder hier irgendwie wiederfindet.

00:08:59: Wenn es zwei oder mehr sind, dann greife mal zum Hörer, schreib

00:09:02: mir mal eine E-Mail

00:09:03: und dann können wir mal gemeinsam auf deine Themen, in deiner Produktion,

00:09:06: in deinen Vorrichtungen schauen.

00:09:08: Und dann können wir dafür, glaube ich, da bin ich mir ziemlich

00:09:12: sicher, Lösungen finden.

00:09:14: Ich würde mich freuen.

00:09:16: Kontaktiere mich gerne.

00:09:18: Ich freue mich drauf.

00:09:19: Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.