#109 - Magnetspanntechnik im Vorrichtungsbau: Wann der Magnet den Spanner ersetzt.

Shownotes

Warum bauen wir immer noch so viele Vorrichtungen mit pneumatischen oder manuellen Spannern? Bernd Pille spricht in dieser Episode mit Merlin Seitz von Magswitch über Magnetspanntechnik im Vorrichtungsbau, über ihre Stärken und über ihre Grenzen.

Das erwartet Sie in dieser Episode:

  • Wie ein schaltbarer Permanentmagnet mit einem Impuls an- und ausgeht und warum er von nur einer Seite spannt
  • Welche Grenzen Sie kennen müssen: Blechdicke, Scherkräfte, Luftspalt durch Lack, Restmagnetismus und kein Aluminium
  • Beispiele aus Laserschneidvorrichtungen, großen Bodenblechen, Aufsatzwerkzeugen und Bin-Picking
  • Warum der Vergleich Spanner gegen Magnet erst über die ganze Vorrichtung aufgeht, auch mit tauschbaren Polschuhen

Sprechen Sie mit einem unserer Referenzkunden:

Wo steht Ihnen in Ihren Vorrichtungen heute der Spannarm im Weg? Und haben Sie Magnetspanntechnik schon einmal getestet?

Bleiben Sie dran:

Unser Gast in dieser Folge:

Transkript anzeigen

00:00:00: Warum wir immer noch so viele Vorrichtungen mit pneumatischen oder manuellen Spannern

00:00:05: bauen.

00:00:06: Darüber müssen wir reden.

00:00:07: Mein Name ist Bernd Pille und das ist der Betriebsmittelpodcast Fix und Fertig.

00:00:30: Das ist die Frage und das Thema ist mega spannend, finde ich.

00:00:33: Und deswegen habe ich mir dafür heute auch einen Gast eingeladen.

00:00:37: Das ist der Merlin Seitz von der Firma Magswitch.

00:00:40: Merlin, an dich die erste Frage, wie eigentlich jeder, der hier zu Gast ist,

00:00:44: wofür stehst du eigentlich montags morgens auf?

00:00:46: Ja, hi Bernd. Freut mich, dass ich hier sein darf.

00:00:49: Wofür stehe ich Montag morgens auf?

00:00:52: Damit der Freitag schneller kommen kann.

00:00:55: Damit endlich Freitag wird.

00:00:57: Genau.

00:00:58: Sehr gut.

00:01:00: Ich freue mich einfach daran,

00:01:03: mit neuer Technik Probleme zu lösen

00:01:05: und habe da einfach meinen Spaß dran,

00:01:07: neue Wege zu gehen und Ideen zu generieren.

00:01:10: Okay.

00:01:11: Magst du ein paar Worte zu dir sagen?

00:01:13: Wo kommst du genau her?

00:01:15: Was ist dein Werdegang,

00:01:17: ohne dass wir einen langen Lebenslauf davon machen?

00:01:20: Vielleicht, ich habe es gerade schon gesagt, du bist bei Magswitch, man sieht es bei dir

00:01:24: auf dem T-Shirt, für alle die, die uns nur hören.

00:01:27: Das Ganze gibt es auch als Videopodcast auf YouTube und Co.

00:01:30: Aber vielleicht magst du ein paar Worte zu dir sagen kurz.

00:01:33: Genau, ich bin der Merlin. Ich bin bei Magswitch als Vertriebs- und

00:01:38: Application-Ingenieur tätig. Das überschneidet sich irgendwo wegen der

00:01:44: Produkte, sage ich mal. Kommen wir nachher noch im Detail dazu.

00:01:48: Ich selbst sitze im Raum Görlitz im Homeoffice.

00:01:52: Wir haben aber auch zwei Büros in Ingolstadt und Rüsselsheim.

00:01:56: Ja, mein Werdegang, wo komme ich her?

00:01:58: Ich habe irgendwann mal Maschinenbau studiert

00:01:59: und davor eine Ausbildung zum technischen Produktdesigner gemacht

00:02:02: und war viel im Automotive, in der Automotive-Welt unterwegs.

00:02:07: Konstruktion, Robotersimulation und bin dann über ABB und HOSN bei Magswitch gelandet.

00:02:14: Bei Magswitch gelandet. Okay, wie lange bist du jetzt bei Magswitch schon?

00:02:17: Bei Magswitch habe ich dieses Jahr tatsächlich angefangen, Anfang diesen

00:02:21: Jahres.

00:02:22: Kenne aber die Firma Magswitch schon seit 10, 12 Jahren ungefähr,

00:02:27: wo ich das erste Mal die Komponenten eingesetzt habe und mit denen

00:02:30: zusammengearbeitet habe.

00:02:31: Eine Sache noch vorweg.

00:02:32: Hier gibt es jede Woche neue Themen aus der Fertigung,

00:02:36: die du direkt in deiner Produktion anwenden kannst.

00:02:39: Wenn du das nicht verpassen willst, klick auf Abonnieren.

00:02:43: Das kostet dich nichts und es hilft dir sehr.

00:02:46: So, und jetzt rein ins Thema.

00:02:48: Ja, für alle, die es nicht wissen, Magswitch ist kein klassischer Vorrichtungsbauer im

00:02:54: Sinne wie Firma WESCAD oder vielleicht viele andere das machen,

00:02:59: sondern ihr habt ein gewisses Produktportfolio, unter anderem eben

00:03:03: Magnetgreifer und das ist letztendlich auch ein großer Bestandteil unserer heutigen

00:03:09: Folge,

00:03:09: Weil wir haben vorhin schon gesagt, okay, oftmals wird, egal in welcher Branche,

00:03:15: eigentlich pneumatisch gespannt oder manuell gespannt über Kniehebel.

00:03:20: Und die spannende Geschichte ist eigentlich, was gibt es für Alternativen, die vielleicht

00:03:25: nicht jeder kennt.

00:03:26: Und müssen wir vielleicht in Zukunft darüber nachdenken, dass wir solche Technologien

00:03:30: viel, viel mehr einsetzen.

00:03:31: Und das wäre für mich so, immer wenn ich was Neues höre, wir haben ja schon ein bisschen

00:03:36: länger Kontakt,

00:03:38: Aber vielleicht für die Zuhörer, die noch nichts davon gehört haben, was ist denn der

00:03:42: ganz, ganz große Vorteil von so einem Magnetgreifer, wie man ihn bei euch bekommen

00:03:47: kann?

00:03:48: Ich fange mal ganz grundlegend an.

00:03:51: Ein Magnetgreifer, wie unsere es sind, ist ein Permanentmagnet, den man an- und

00:03:55: ausschalten

00:03:56: kann.

00:03:57: Das ist vielleicht erstmal grundlegend wichtig zu wissen.

00:03:59: Okay.

00:04:00: Der braucht nicht dauerhaft Strom oder Druckluft, um an oder aus zu bleiben,

00:04:04: sondern einen Impuls für an, einen für aus.

00:04:06: Ähnlich wie ein Spanner, sage ich mal, aber eben nicht wie ein Sauger.

00:04:10: Also im Sauger sind wir einfach im Energieverbrauch im Vorteil.

00:04:14: Wir sind eigensicher.

00:04:16: Wir haben ähnlich dem Spanner, haben wir einen Kniehebel,

00:04:19: allerdings auf magnetischer Basis, könnte man sagen.

00:04:21: Weil ich einen Energieschub brauche, um den Magnet wieder auszuschalten.

00:04:25: Das heißt, wenn ich ganz kurz unterbrechen darf,

00:04:29: ich habe auf Knopfdruck sozusagen,

00:04:31: auf Impuls, erzeuge ich ein Magnetfeld

00:04:33: und dann brauche ich auch

00:04:34: keine dauerhafte Stromverbindung,

00:04:37: keine dauerhafte Luftverbindung

00:04:38: oder irgendetwas, sondern

00:04:40: wenn es einmal da ist, dann ist das Magnetfeld

00:04:42: erzeugt. Genau.

00:04:44: Das ist so ähnlich wie, doof gesagt, der Magnet,

00:04:47: den ich am Blech dran mache,

00:04:48: wenn ich einmal den Kontakt hatte, dann ist er da,

00:04:51: dann ist er fest, dann hängt er da

00:04:52: und das ist so lange, bis ich den wieder wegnehme.

00:04:55: Genau, so könnte man sagen.

00:04:57: Okay.

00:04:59: Dann ist natürlich ein großer Vorteil im Vergleich zur klassischen Spanntechnik, wir

00:05:05: sind einseitig.

00:05:05: Also wenn ich an ein klassisches Blech denke und ich möchte das spannen, dann komme ich

00:05:10: von zwei Seiten da dran und muss das greifen.

00:05:12: Und wir können das Ganze von einer Seite aufnehmen.

00:05:14: Ist dann für die Zugänglichkeit einfach toll.

00:05:17: Egal, ob ich es jetzt einlegen möchte, das Blech, oder ob ich einen Prozess obendrauf

00:05:21: applizieren möchte.

00:05:23: Klebeprozess, wo erst der Spanner aufgehen muss, damit er Platz da ist.

00:05:27: oder damit die Kleberaupe aufgetragen werden kann.

00:05:30: Okay, das ist sicherlich ein Riesenvorteil, sage ich mal.

00:05:35: Das ist ja schon gerade, kennen wir auch, wenn es um Zugänglichkeiten geht,

00:05:39: um Erreichbarkeiten geht, was ist immer im Weg, entweder die Auflage oder der Spannarm.

00:05:45: Definitiv ein Ding und ein großer Vorteil, würde ich auch so sehen.

00:05:53: Wo ist denn, wenn wir jetzt sagen, wir können ein Magnetfeld erzeugen, wo ist denn

00:06:00: die Grenze nachher?

00:06:02: Also ich aus dem Bauhaus hätte jetzt gesagt, okay, ein Nachteil oder ein Problem ist

00:06:05: vielleicht,

00:06:06: dass sich der Magnet nachher nicht genug Gewicht tragen kann, dass ich mehrere

00:06:11: brauche.

00:06:12: Genau, also muss man vielleicht auch dazu sagen, wir sehen uns da jetzt auch nicht als

00:06:17: Komponenten-Lieferant,

00:06:18: sondern als Lösungsanbieter.

00:06:19: Das heißt, wenn irgendwie eine Applikation auftaucht, begleiten wir die gerne.

00:06:24: Also wir sagen dann nicht hier ist ein Stück Magnet, wir sind wieder weg, sondern sind in

00:06:29: der Auslegung dabei, bis das Ding am Ende auch läuft.

00:06:32: Weil es gibt da einfach Sachen zu beachten, wie du gerade schon gemeint hast.

00:06:36: Ein Magnet braucht eine gewisse Blechdicke, um seine Sättigung zu erreichen, sage ich

00:06:42: mal.

00:06:42: Also wenn zum Beispiel ganz klassisch draufsteht, maximale Abreißkraft auf dem

00:06:47: Datenblatt von einem Kilo Newton und da lege ich nur einen Millimeter Blech drauf, dann

00:06:52: erreicht er diese einen Kilo Newton wahrscheinlich nicht.

00:06:55: Okay, weil das Blech einfach zu dünn ist.

00:06:57: Genau, ja, da ist dann einfach nicht genug Material da, um diese Sättigung zu bringen.

00:07:01: Um sich anzusaugen, sozusagen.

00:07:02: Genau, genau.

00:07:03: Okay.

00:07:04: Das ist mal ein Thema.

00:07:07: Dann gut, ganz viel werden wir natürlich im Handling eingesetzt.

00:07:10: Also auf der anderen Seite der Vorrichtung könnte man sagen, da gibt es dann noch das

00:07:13: Thema,

00:07:14: neben der klassischen Abreißkraft oder Spannkraft, gibt es noch die Scherkräfte,

00:07:18: also quer zum Magnet zu beachten.

00:07:21: Die natürlich deutlich, also wo die Haltekraft einfach deutlich geringer ist,

00:07:25: sage ich mal.

00:07:27: Und was da natürlich auch immer eine Frage ist, habe ich irgendwie eine Luftspalt oder,

00:07:31: also wir sagen immer Luftspalt, ein nicht magnetisches Material, lackierte Oberfläche,

00:07:36: beschichtete Oberfläche oder so, das bringt natürlich auch wieder eine Minderung der

00:07:40: Kraft.

00:07:42: Und birgt natürlich auch immer gleich die Gefahr, stellen wir uns jetzt mal vor, ich

00:07:46: habe ein lackiertes Blech, da gehe ich mit Magnet drauf, da kriegt jetzt jeder, der

00:07:50: irgendwie in der Qualitätssicherung ist, gleich Pickel auf der Zunge, wegen

00:07:54: Verkratzen etc.

00:07:55: Sollte man meinen, wir sind tatsächlich freigegeben, auch Außenhautteile händeln zu

00:07:59: dürfen. Wir haben

00:08:00: dann auch wieder spezielle Techniken,

00:08:02: wie wir das können, Oberflächen.

00:08:04: Cool, ist ja auch ein entscheidender

00:08:06: Punkt, sage ich mal. Definitiv.

00:08:07: Kennen wir bei uns aus der Montagetechnik,

00:08:10: wenn lackierte oder

00:08:11: beschichtete Teile montiert werden müssen,

00:08:14: ist immer Oberfläche, der

00:08:15: Vorrichtung, der Auflagen etc.

00:08:18: ein riesengroßes Thema. Aber cool,

00:08:20: dass ihr auch für den

00:08:22: Bereich Lösungen habt. Da ist dann sogar spannend,

00:08:24: gerade wenn ich ein Außenhautblech,

00:08:26: klassisches Türblech beispielsweise,

00:08:28: einlege,

00:08:29: dann kann ich, wenn ich diesen Magnet darunter etwas einstellbar habe

00:08:33: und eben diesen Luftspalt, wie er es auch anziehen soll,

00:08:37: auch etwas einstellbar mache, kann ich damit auch quasi die Kraft ein bisschen

00:08:40: kontrollieren,

00:08:41: sodass er genau nur so viel anzieht, wie auch das Blech...

00:08:45: Dass auch die Oberfläche nicht beschädigt, wenn ich mir keine Oberflächenfehler

00:08:49: reinhole oder ähnliches.

00:08:50: Weil das ist ja auch immer gerade bei Sichtteilen, egal ob Automotive oder nicht

00:08:55: Automotive,

00:08:56: ja auch immer ein Riesenthema.

00:08:57: Ja, also selbst die Ansprüche da auch im Bereich der Landtechnik sind da mittlerweile

00:09:02: auch sehr, sehr hoch.

00:09:03: Wenn man einen neuen Mähdrescher kauft, sage ich mal, dann soll die Tür da auch astrein

00:09:08: und oberflächensauber sein.

00:09:09: Genau, definitiv.

00:09:11: Definitiv. Was würdest du denn sagen, wo liegen denn die technischen Grenzen, wenn

00:09:16: wir über Magnettechnik, Spanntechnik reden?

00:09:19: Ganz klar, es muss ein ferromagnetisches Material sein.

00:09:23: Wenn jemand mit Alu-Teilen zu uns kommt,

00:09:25: muss man ganz klar sagen,

00:09:26: ist schön, aber können wir nicht.

00:09:28: Alu-Magneten haben wir noch nicht.

00:09:29: Richtig, richtig.

00:09:31: Okay.

00:09:32: Ja, gar nicht,

00:09:33: also ist gar nicht schön zu reden, ist so.

00:09:36: Und dann würde ich einfach auch sagen,

00:09:41: es gibt ab und zu eben die Anforderung Restmagnetismus.

00:09:46: Also was heißt, es gibt die Anforderung ab und zu.

00:09:48: Wir sind da an sich relativ gut,

00:09:50: weil unsere Magneten,

00:09:52: Das Magnetfeld beim Wiederausschalten relativ gut verwirbeln,

00:09:57: sodass eigentlich nicht viel zurückbleibt.

00:09:59: Aber das ist ein ganz klassisches Thema von es kommt auf die Situation an,

00:10:03: auf das Material, das ich spannen möchte.

00:10:06: Ist es ein Wald- und Wiesenstahl oder ist es irgendwas mit ganz hohem Sondermetallanteil,

00:10:12: wo sich das dann auch einfach unterschiedlich verhält?

00:10:15: Okay, das heißt, zusammengefasst, man muss schauen,

00:10:20: dass nicht ein Restmagnetismus, so heißt es, dann im Blech vorhanden bleibt.

00:10:28: Das heißt, ihr entmagnetisiert das Ganze.

00:10:32: Kann man sich im Prinzip wahrscheinlich dann vorstellen, wie, muss ich jetzt gerade daran

00:10:37: denken,

00:10:37: früher Ausbildung zum Werkzeugmacher, klassische Flächenschleifmaschine.

00:10:41: Du machst den Magnet an, der saugt dann deinen Flachstahl, den du schleifen willst,

00:10:46: an.

00:10:46: Nachher machst du den Magnet wieder aus und dann siehst du noch, wie er nochmal wieder

00:10:50: ein Magnetfeld erzeugt, wieder weg und das wird dann aus.

00:10:52: Es ist nicht durch ein Pulsieren oder so, es ist schlicht und ergreifend so, die Technik

00:10:56: basiert darauf, wir haben zwei Permanentmagnete, Rundmagnete, die wir

00:10:59: zueinander verdrehen.

00:11:01: Der Magnet aus liegt Nord über Süd und Süd über Nord und dann ist quasi in sich das

00:11:05: Magnetfeld kurzgeschlossen und es dringt nichts nach außen.

00:11:09: Wenn er an ist, ist es Nord über Nord, Süd über Süd.

00:11:12: Die beiden Scheiben kriegen in sich keinen Magnetismus hin und dann will der

00:11:15: Magnetismus nach außen und hält dadurch das Bauteil drauf.

00:11:18: Ah, okay.

00:11:18: Und wenn ich es jetzt wieder ausmache, fällt dieses Magnetfeld in sich zurück, weil es in

00:11:23: sich kurz geschlossen ist.

00:11:25: Ich reiß es nicht ab, sondern ziehe es zurück, könnte man sagen.

00:11:28: Ach so.

00:11:28: Und dann kommt es aber eben darauf an, was habe ich für ein Material, das ich da

00:11:32: entspanne.

00:11:32: Wie viel Restmagnetismus ist zulässig?

00:11:36: Hängt dann wahrscheinlich auch wieder von der Materialstärke ab.

00:11:38: Genau, ja.

00:11:39: wieder mit rein.

00:11:40: Und da ermutigen wir auch immer dazu,

00:11:43: wir sind da immer bereit, Test zu fahren,

00:11:47: lassen einen Teil zu uns

00:11:48: kommen, gehen beim Kunde vorbei,

00:11:49: probieren das aus.

00:11:52: Ja, ich habe klassischer

00:11:54: Werkzeugstahl, der

00:11:55: dann auch gehärtet wird und so weiter.

00:11:58: Da bleibt gerne was drin hängen. Wenn

00:12:00: so klassischer Schraubenzieher, sage ich mal,

00:12:02: mit vorne gehärteter Spitze. Da wird immer was

00:12:04: drin hängen bleiben. Kennt man ja von daheim auch.

00:12:06: Wenn man einmal mit dem Magnet dran war, dann

00:12:07: läuft das erstmal. Genau, richtig.

00:12:12: Ja, cool. Mega Überleitung.

00:12:14: Das wäre nicht genau das, was ich jetzt auch

00:12:16: gesagt hätte. Das eine ist ja die

00:12:17: Theorie, über die wir jetzt gesprochen haben.

00:12:20: Alles in Ordnung,

00:12:22: alles gut, aber

00:12:23: jetzt macht er das ja nicht erst seit gestern

00:12:25: und da gab es bestimmt schon

00:12:27: diverse Projekte. Hast du irgendwie

00:12:29: so aus dem Stegreif

00:12:30: ein, zwei coole Referenzprojekte,

00:12:33: wo du mal den Hörern ein bisschen näher

00:12:35: erklären kannst, beibringen kannst,

00:12:37: so das und das haben wir bisher so gemacht.

00:12:39: So hat es funktioniert?

00:12:41: Also gerade bei Vorrichtungen

00:12:44: angefangen hat es

00:12:46: für uns teilweise Laserschneidvorrichtungen,

00:12:48: weil wir da eben auch wieder

00:12:50: nur an einer Seite sitzen.

00:12:52: Es ist kein Spannarm im Weg

00:12:53: und der erst aufgehen muss, damit

00:12:55: das Schneidwerkzeug vorbeifahren kann.

00:12:57: Damit haben wir mal angefangen, was Vorrichtungen angeht.

00:13:01: Dann große Vorrichtungen, zum Beispiel für Bodenbleche von Transporter oder solche

00:13:07: Sachen.

00:13:08: Da haben wir einfach, wir können die große Fläche von unten toll aufnehmen und spannen.

00:13:12: Da bräuchte ich normalerweise einen Schwenker, der oben drüber geht.

00:13:16: Und funktioniert auch, braucht viel Platz, braucht auch viel Taktzeit.

00:13:20: Da sind wir dann einfach auch schneller.

00:13:23: Sehr, sehr guter Ansatzpunkt.

00:13:25: Hatten wir nämlich auch das Thema letztens, da geht es um ein Konzept, was wir

00:13:31: entwickeln,

00:13:33: was so Richtung, ich sage mal so ganz vorsichtig Containerbau geht.

00:13:37: Und da hast du natürlich auch eine riesen Fläche mit einem riesen Grundblech,

00:13:42: wo du irgendwie Spannkräfte draufbringen musst, aufbringen musst oder ähnliches.

00:13:48: Ja, können wir nachher außerhalb vom Protokoll darüber reden, hätte ich fast

00:13:51: gesagt.

00:13:51: Das kommt mir jetzt gerade so da rein, aber das ist natürlich ein mega, mega

00:13:55: Anwendungspunkt,

00:13:56: einfach weil du dann keine Spannbrücken irgendwo drüber bauen musst,

00:14:00: gerade wenn es wirklich lange, lange Wege sind, die da zu überbrücken sind.

00:14:05: Also ich denke da speziell an den Defense-Bereich, wo große Fahrzeug,

00:14:12: Bodengruppen, Fahrzeugteile,

00:14:15: wenn sie dann auch gepanzert sind, dann ist ja beispielsweise so eine Seitenwand auch

00:14:19: immer einteilig.

00:14:20: Und da muss auch immer viel Druck drauf gebracht werden, damit man das Ganze in

00:14:24: Position halten kann.

00:14:26: Können wir nachher nochmal drüber reden. Finde ich mega cool.

00:14:28: Aber ich habe dich unterbrochen.

00:14:30: Alles gut. Ist doch. Ja.

00:14:32: Ansonsten, Aufsatzwerkzeuge hatten wir dann schon in gewissem Maß, wo sowohl der Greifer

00:14:37: als auch die Vorrichtung jeweils ein Magnet mit sich hatten und das dann zueinander

00:14:42: verklemmt hatten.

00:14:43: Okay. Das heißt, das habe ich noch nicht ganz verstanden.

00:14:46: So, dass erst ein Teil eingelegt ist, dann kommt das Aufsatzwerkzeug mit einem anderen

00:14:51: Teil, setzt sich oben drauf, wird in den Ecken klassisch Aufsatzwerkzeug miteinander

00:14:56: verspannt dann auch und dass dann das Schweißen stattfindet.

00:15:00: hatte den Anreiz, dass die Zangen, die Schweißzangen, die quasi die Punktreihen in

00:15:07: den Bauteil schweißen,

00:15:10: nicht mehr so weit um außen rum fahren müssen.

00:15:13: Weil einfach, normal hast du ja dein Bauteil und wenn du dann die Vorrichtung von der

00:15:17: Seite anschaust,

00:15:18: dann ist nochmal ein ganzes Stück dahinter raus der Spanner.

00:15:21: Und der fällt komplett weg.

00:15:23: Das heißt, der Weg für die Zange, um von außen rum fahren...

00:15:24: Du musst nicht um die Spannkonsole drum rum fahren und dann um die nächste und dann um

00:15:28: die nächste,

00:15:29: sondern du kannst im Prinzip hier

00:15:30: da dann entsprechend

00:15:33: entlang und hast dann vielleicht

00:15:35: maximal hier außen an den vier Ecken

00:15:37: noch mal irgendwo eine Verbindung.

00:15:39: Okay, ja.

00:15:41: Und ansonsten muss man sagen,

00:15:43: immer mal wieder, also wir

00:15:45: sagen auch nicht, es muss in einer Vorrichtung

00:15:47: müssen nur Magnete oder nur Spanner drin

00:15:49: sein, sondern

00:15:50: irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. Das heißt,

00:15:54: wo es mal mit der Zugänglichkeit hapert,

00:15:56: wo ich mal wirklich ein Taktzeitthema habe,

00:15:57: weil ich sonst mit der Klebepistole nicht

00:16:00: nicht rumkommen oder so.

00:16:02: Genau. Okay. Gibt es

00:16:04: irgendwie so einen besonderen

00:16:06: Aha-Moment, so ähnlich wie ich

00:16:08: den gerade hatte, wo ich gedacht habe, okay, da könnten wir auch mal

00:16:10: drüber nachdenken, wenn wir dann da wirklich bei

00:16:12: 5 mal 2 Meter und mehr

00:16:14: als Bauteil

00:16:16: sind, was in die Vorrichtung eingelegt wird

00:16:18: und gedacht habe, okay, das

00:16:20: ist ein Moment, hast du irgendwie

00:16:21: einen Kunden- oder ein Referenzprojekt noch,

00:16:24: wo du sagst, okay, da war wirklich

00:16:26: so ein Aha-Wohlfühl-Moment,

00:16:28: hätte ich fast gesagt. Den habe ich

00:16:30: immer mal wieder, wenn es um

00:16:32: das Thema Bin-Picking geht. Also nicht klassischer

00:16:34: Vorrichtungsbau, aber da haben wir dann einfach

00:16:36: einen Magnet, der geht nicht nur an und aus,

00:16:38: sondern da ist die Magnetkraft einstellbar.

00:16:41: Das heißt, ich kann

00:16:42: mit 20% Magnetkraft

00:16:45: in die Kiste,

00:16:46: weiß dadurch, ich kriege wirklich nur einen Teil,

00:16:49: fahre raus, mache das auf 100%

00:16:51: und dann hat das auch gleichzeitig noch einen Bauteilsensor

00:16:53: drin, dieser Magnet,

00:16:55: und weiß, ich habe wirklich das Teil, das ich gerne

00:16:57: hätte. Weil wenn er zwei Teile hätte, würde sich

00:16:59: das Magnetfeld ändern und

00:17:01: das würde der Sensor eben erkennen.

00:17:03: Er kann dann unterscheiden, habe ich

00:17:05: ein oder habe ich zwei Bauteile. Also habe ich quasi

00:17:07: eine gewisse Intelligenz da noch

00:17:09: mit drin und gleichzeitig auch eine Absicherung,

00:17:11: dass wenn ich jetzt bei diesem klassischen

00:17:13: Cherrypicking, hätte ich jetzt fast gesagt,

00:17:15: wirklich nur ein Teil

00:17:16: aus einer großen Kiste rausnehmen

00:17:19: möchte, habe ich eine zusätzliche Sicherheit

00:17:21: darüber, was ich ja sonst

00:17:22: über einen klassischen Klemmgreifer,

00:17:25: wo natürlich auch schon wieder das Problem

00:17:27: ist, ich brauche

00:17:27: wahrscheinlich noch eine Kamera oder

00:17:30: irgendwas, um zu erkennen, wie liegt das Teil,

00:17:32: wie kriege ich das dann da raus, wo genau

00:17:34: liegt das, damit ich mit dem Greifer

00:17:35: dann genau da drankomme.

00:17:38: Die Kamera lohnt sich insofern trotzdem, weil ich ja

00:17:40: erstmal die Lage vom Teil grob haben

00:17:42: muss, sonst würde ich auf Kollision

00:17:44: fahren, sage ich mal. Ja, stimmt,

00:17:46: hast du recht. Aber ich muss nicht

00:17:48: nochmal zur Kamera, um mich dann zu

00:17:50: vergewissern, dass ich nur ein Teil habe.

00:17:52: Das wird ja teilweise gemacht.

00:17:54: Ja, stimmt, hast du recht.

00:17:57: Guter Ansatz, glaube ich. Jetzt haben wir natürlich das Problem, wenn wir, ich könnte

00:18:02: mir vorstellen, dass wir ein Problem haben irgendwann, wenn wir alles nur noch mit

00:18:07: Magnet machen, so wie ich so ein bisschen provokant in der Einleitung gesagt habe,

00:18:11: könnte ich mir jetzt vorstellen, laufen wir irgendwann in ein Kostenthema.

00:18:16: Deswegen wäre jetzt für mich mal die Frage, wo bewegen wir uns denn da?

00:18:20: Wie kann das denn aussehen? In welchen Bereichen ist es produktiv, wo ist es nicht

00:18:25: produktiv?

00:18:26: Wo kostet es vielleicht dann auch ehrlich gesagt zu viel Geld, das einzusetzen?

00:18:31: Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, wir haben den einen oder anderen Kunden, der

00:18:37: wirklich im Kleinstbereich Stückzahl 50, 60 Baugruppen im Jahr produziert.

00:18:42: Danach steht die Schweißvorrichtung wieder fünf, sechs Monate in der Ecke, damit danach

00:18:49: dann vielleicht nochmal 50, 60 geschweißt werden und das Ganze passiert manuell.

00:18:55: Da würde ich jetzt mal fast behaupten, sind wir in einer Kategorie, da macht das jetzt

00:18:58: nicht irgendwie Sinn. Kannst du da ein bisschen was zu sagen?

00:19:01: Ja, also ich sage mal im Serienbereich haben wir regelmäßig die Diskussion mit

00:19:05: Einkäufern, die uns sagen, ja, aber ein Spanner ist billiger als ein Magnet.

00:19:09: Dann sage ich, ja, ist so. Will ich gar nicht schönreden.

00:19:12: Aber wenn ich mir den Gesamtgreifer oder das Gesamtprodukt anschaue, dann wird es auf

00:19:16: einmal wieder interessant, weil ich im Bauraum kleiner werde, ich kann mir ein paar

00:19:21: Fertigungsteile sparen und gerade wenn ich an die elektrisch aktivierten Magnete mit

00:19:25: der Sensorik dann noch denke, dann ist es eben nicht nur ein Spanner, sondern auch

00:19:30: noch ein Sensor und vielleicht noch der zweite Sensor, der das Doppelblech erkennen

00:19:34: muss. Und da wird das Konstrukt dann wieder sehr spannend.

00:19:37: Ja, eine runde Sache dann irgendwo. Kann man das so anhand eines Beispiels, wir fertigen

00:19:44: zum Beispiel Laserschneidvorrichtungen für unsere Kunden.

00:19:48: Das sieht in der Regel dann

00:19:50: so aus, das Blechteil wird eingelegt, es gibt ein paar Aufnahmepunkte, ein

00:19:54: klassisches

00:19:54: Ziehteil, sage ich mal, was gezogen wurde und dann gehen wir eben genau

00:20:00: genau den Weg, wenn es eine Kleinserie

00:20:01: oder eine Serie ist, wir setzen

00:20:03: Pneumatik-Spanner außen hin,

00:20:05: haben dann logischerweise die Anbindung,

00:20:07: haben dann noch Vakuum-Technik mit drin, dass es

00:20:09: angesaugt wird und da bin ich ja genau

00:20:11: in dem Bereich, wo wir jetzt sagen,

00:20:13: wenn wir da jetzt auf

00:20:15: den Pneumatik-Spanner, auf den Magneten

00:20:17: von euch gehen, dann lassen wir

00:20:19: vielleicht sechsmal Pneumatik-Spanner weg,

00:20:21: Kostenpunkt, ich sage jetzt einfach mal,

00:20:23: sechsmal 600 sind

00:20:24: 3.600 Euro.

00:20:27: Zum Vergleich,

00:20:30: Was müssten wir investieren, so ganz grob gesagt, für so eine Magnetspanntechnik in

00:20:35: dieser Kategorie?

00:20:37: Ist natürlich jetzt ein bisschen sehr stark vereinfacht dargestellt, aber dass man ein

00:20:41: Gefühl dafür kriegt.

00:20:43: So, ich habe jetzt gerade gesagt, sechs Spanner kosten 3.600 Euro, sechsmal

00:20:48: Magnettechnik da reingepasst, kostet 36.000 Euro.

00:20:51: Als Beispiel jetzt.

00:20:52: Genau, nee, ist ein gutes Beispiel.

00:20:55: Wir hätten Magnete, die würden in einer ähnlichen Liga mitspielen wie die Spanner,

00:20:59: sage ich mal.

00:21:01: Wir haben aber auch Magnete, die deutlich mehr kosten, sage ich mal.

00:21:05: Gerade elektrisch aktiviert mit der Intelligenz.

00:21:09: Und da muss man einfach finden, was möchte ich eigentlich, welche Intelligenz möchte

00:21:13: ich in der Vorrichtung, welche Flexibilität möchte ich in der Vorrichtung.

00:21:18: Wir können die Magnete über, also man muss dazu sagen, die Magnete haben unten ja Nord-

00:21:26: und Südpol.

00:21:27: Und da können wir Anbauteile dransetzen, die sogenannten Polschuhe nennen wir das.

00:21:32: Und die können wir wieder auf jegliche Bauteilform anpassen.

00:21:35: Das heißt, wir können uns, gerade wenn ich jetzt an kleine Stückzahlen denke,

00:21:40: könnte man sich auch überlegen, okay, dann habe ich meine Polschuhe,

00:21:43: wo ich meine 60 Bauteile drüber fertige, mitverklemmt.

00:21:49: Und wenn das nächste Bauteil kommt, wechsle ich die Polschuhe aus zu der neuen Kontur

00:21:55: und kann den Magnet direkt weiter nutzen.

00:21:58: Dann hätte ich den Invest für den Magnet quasi nur einmal und könnte darauf eine

00:22:04: modulare Vorrichtung aufbauen, um das Ganze dann für mehrere Produkte zu nutzen oder so.

00:22:10: Ja, genau. Okay, aber halten wir fest, konkret zu dem Beispiel, haben wir jetzt,

00:22:15: okay, das Ganze kann es auch schon irgendwo ab der gleichen Preiskategorie wie ein

00:22:21: guter, vernünftiger Pneumatikspanner, sage ich mal, den ich pneumatisch ansteuern kann,

00:22:27: wo der liegt, da kann es auch bei euch losgehen.

00:22:30: nach oben hin, aber das ist bei Pneumatik-Spannern

00:22:32: genauso, wenn ich dann irgendwo nachher bei

00:22:34: exorbitant großen Kolbenstangen

00:22:36: und Hüben angekommen bin,

00:22:38: dann wird es da genauso

00:22:40: schwierig.

00:22:42: Okay,

00:22:44: Vorteile können wir vielleicht auch nochmal,

00:22:46: das spielt da ja auch so ein bisschen mit rein,

00:22:48: wenn wir jetzt bei dem Beispiel mit der Laserschneidvorrichtung

00:22:50: bleiben, ist genau das, was du vorhin gesagt hast,

00:22:53: bei uns wird dann

00:22:54: der Arm geöffnet, damit der Laser

00:22:57: daherfahren kann, alleine dadurch kann schon wieder

00:22:58: eine Aufwiderung des Teiles stattfinden,

00:23:01: Also ich glaube, da macht es dann auch einfach Sinn, den ganzen Prozess

00:23:04: wiederzusehen,

00:23:05: um das dann zu bewerten und zu sagen, okay, ab wann ist es denn jetzt wirtschaftlich wo

00:23:11: was einzusetzen.

00:23:12: Und das ist eigentlich genau das Thema, was wir bei uns und auch hier im Podcast ja

00:23:16: immer wieder hatten.

00:23:18: Wir müssen immer gucken, die Vorrichtung muss letztendlich nachher zum Budget und zum

00:23:23: Projekt passen.

00:23:24: Und bei der Spanntechnik ist es genauso.

00:23:27: Und ich finde es mega spannend, dass wir, weil eingesetzt haben wir es so auch noch

00:23:31: nicht,

00:23:32: aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir in Zukunft dann doch nochmal hier und da an

00:23:36: der einen oder anderen Stelle

00:23:37: ein bisschen mehr drüber nachdenken können und drüber nachdenken müssen auch einfach,

00:23:43: um da vielleicht auch andere und einfachere Wege zu gehen.

00:23:47: Das ist schon eine mega Überleitung zu dem Thema, die Zukunft.

00:23:54: habe jetzt gerade schon gesagt für mich ich für mich hier habe das heute auf

00:23:57: jeden fall auch mitgenommen wo siehst du das von

00:24:00: Von der Entwicklung her mit euren Magneten, wo geht das hin?

00:24:03: Was ist so der Trend für die nächsten Jahre?

00:24:06: Ja, vielleicht kannst du auch ein bisschen was zu sagen.

00:24:08: Also mein Gefühl ist da auch einfach, wie ich schon gesagt habe,

00:24:12: die Auslegung bringt ein paar Tücken mit sich.

00:24:14: Was muss ich mit der Magnetkraft beachten und so weiter.

00:24:19: Und die Zukunft wird ganz klar sein, dass das auch immer mehr automatisiert geht

00:24:23: mit den passenden Tools und so weiter.

00:24:26: Sehe ich ganz klar.

00:24:28: Ich denke, dass es auch mehr in die Richtung gehen wird, einfach wegen flexibler

00:24:32: Auflagemöglichkeiten und solcher Geschichten.

00:24:36: Und das heißt, dann stelle ich mir das so vor, dass ihr letztendlich bei euch, ich

00:24:41: sage mal KI ist ja eh ein Riesenthema,

00:24:43: wahrscheinlich auch für euch intern da Software entwickelt und weiterentwickelt, um

00:24:50: Spannmöglichkeiten auszuloten,

00:24:53: um besser zu definieren, was brauche ich wahrscheinlich auch, um diese ganzen, du

00:24:56: hast das vorhin angesprochen,

00:24:58: Tests werden angeboten, aber um das auch weiter zurückzufahren und da noch mehr, das

00:25:04: quasi rechnerisch am Rechner über eine KI oder über gewisse Tools zu ermitteln, das

00:25:10: ist schon das, was da irgendwo angetrieben wird.

00:25:13: Und ich glaube, allgemein ist das eh ein Thema Richtung immer mehr Automatisierung,

00:25:19: immer mehr Einsatz von Robotern, von automatischen Fertigungszellen, die auch

00:25:25: wieder modular sind, sodass sie für mehrere Produkte genutzt werden können.

00:25:31: Die klassische Fließbandfertigung, wie sie irgendwann mal von Henry Ford erfunden

00:25:36: wurde, wo alles hintereinander das gleiche Produkt, das wird so, glaube ich, immer

00:25:41: weniger werden.

00:25:42: Das sieht man auch. Die Stückzahlen gehen selbst im Automotive-Bereich zurück hin zu,

00:25:47: ich habe einzelne Fertigungszellen, da kann ich unterschiedliche Vorrichtungen bestücken

00:25:51: und da bedarf es modularer Systeme, sage ich mal.

00:25:53: Und da haben wir ja vorhin auch schon wieder einen ganz guten Einsatz gehabt, dass man

00:25:58: selbst bei euch dann die Magnetauflagen und Pole dann entsprechend wechseln kann,

00:26:02: wiederverwenden kann.

00:26:05: Im Prinzip kann man es ja auch genauso machen, machen wir beispielsweise für einige

00:26:10: Kunden auch für wirklich Kleinstserien oder für im Bereich Prototypen.

00:26:15: Wir sagen, okay, wir haben ein gewisses Repertoire an Handspannern, die stellen wir

00:26:20: zur Verfügung und dann kann der Kunde das entsprechend für eine Mietlaufzeit ein

00:26:24: halbes Jahr oder so haben.

00:26:26: Danach kriegen wir die Vorrichtung zurück, lagern das wieder bei uns ein, können das

00:26:29: für das nächste nutzen, weil die Sachen letztendlich nach wie vor funktionieren und

00:26:33: nicht weggeschmissen werden müssen.

00:26:35: Und so gibt es eine Win-Win-Situation. Wir können das beim nächsten Mal wieder mit

00:26:39: einbringen und haben dann irgendwo einen Preisvorteil und der Kunde mietet es oder

00:26:44: least es für die kurze Zeit.

00:26:46: Und ich denke, das ist auch ein ganz gutes Thema.

00:26:51: Okay, fassen wir nochmal kurz zusammen.

00:26:56: Wir werden auch in Zukunft Vorrichtungen bauen, ganz klar gesagt, mit Handspanner und

00:27:01: auch mit Pneumatik-Spanner.

00:27:03: Interessant ist aber zu schauen, wo kann ich wirklich den ganzen Prozess dadurch

00:27:08: optimieren, dass ich schneller fertigen kann, dadurch, dass ich Magnettechnik

00:27:13: einsetzen kann. Riesenvorteil, ich brauche nicht oben und unten irgendwas, eine Auflage

00:27:18: und ein Spannstück, sondern ich kann nur von unten oder ich kann nur von oben.

00:27:23: Was ich mitgenommen habe, großer Vorteil dann, gerade bei großen Baugruppen,

00:27:28: keine langen Spannarme, die dann auch wieder viel Spannkraft verloren geben,

00:27:32: weil sie nachgeben, weil sie nachfedern.

00:27:34: Was ich auch mega interessant fand, die Idee mit den tauschbaren Polkappen

00:27:40: für mehrere Geschichten und das Ganze fängt in der Preis-Range durchaus auch da an,

00:27:47: wo ein guter Pneumatik-Spanner sich auch befindet.

00:27:51: Genau.

00:27:52: Ich würde sagen, wenn das für den einen oder anderen von unseren Zuhörern interessant

00:27:57: ist,

00:27:57: dann können wir gerne direkt, das könnte ich auch verlinken,

00:28:00: in den Shownotes.

00:28:01: Ich könnte gerne den Merlin direkt

00:28:03: anhauen. Wenn ihr sagt, okay, ich kann mir

00:28:05: vorstellen, dass ich das für meine Produkte, für meine

00:28:07: Vorrichtung brauche, wenn es für euch

00:28:10: interessant ist, die Vorrichtung

00:28:11: mit Magnetspanntechnik oder auch

00:28:14: mit anderer Spanntechnik

00:28:15: von uns zu bekommen, könnt ihr euch natürlich gerne

00:28:18: an uns wenden. Wir beiden stehen eh im Kontakt

00:28:20: und ja,

00:28:22: ich würde sagen, da haben wir eine runde Sache, oder?

00:28:24: Ja, würde ich auch sagen. Dann würde ich sagen,

00:28:26: danke, dass du mein Gast warst hier heute

00:28:29: Danke, dass ich hier sein darf.

00:28:30: Gerne, gerne.

00:28:31: Und danke an die Zuhörer.

00:28:33: Wie gesagt, wenn ihr Interesse habt, meldet euch.

00:28:36: Geht über wescad.de oder besucht uns auf LinkedIn.

00:28:39: Du bist auch auf LinkedIn vertreten.

00:28:41: Da findet man uns.

00:28:42: Können wir uns auf LinkedIn googeln lassen von euch.

00:28:45: Und dann können wir da gerne in Kontakt miteinander treten.

00:28:48: Alles klar, vielen Dank, bis zum nächsten Mal.

00:28:50: Ciao.

00:28:50: Danke, ciao.

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