#47 - Wie gekühlte Vorrichtungen die Qualität beim Schweißen sichern. Für eine konstante Schweißqualität
Shownotes
Gekühlte Vorrichtungen beim Schweißen: Effiziente Wärmeableitung für maximale Qualität!
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In diesem Video zeige ich dir, wie du gekühlte Vorrichtungen beim Schweißen erfolgreich einsetzen kannst, um Überhitzung zu vermeiden und dauerhaft hohe Schweißqualität zu sichern!
Perfekt für Fertigungsleiter, Betriebsmittel-Konstrukteure und Ingenieure im Maschinenbau, die bei Serienfertigung und Schweißprozessen Wert auf Prozessstabilität und Arbeitssicherheit legen.
Wir besprechen praxisnah, wie sich Kühlung direkt im Vorrichtungsbau umsetzen lässt und warum das entscheidend für Qualität und Produktivität ist.
⏱️ Kapitel:
00:00 Einführung: Warum Kühlung beim Schweißen?
01:40 Herausforderungen und herkömmliche Ansätze
04:17 Wie funktioniert die Kühlung von Vorrichtungen?
07:13 Tipps & Übertragbarkeit auf andere Anwendungen
📋 Was dich erwartet:
✅ Praxisbeispiel zur Integration von Kühlungen in Schweißvorrichtungen
✅ Wichtige Qualitäts- & Sicherheitsaspekte beim Punktschweißen
✅ Ursachen für Überhitzung und ihre Lösungswege
✅ Design-Tipps für effektive Kühlkreisläufe
✅ Übertragbare Lösungen für verschiedene Schweißverfahren
✅ Hinweise zu thermischen Prüfungen und Qualitätskontrolle
🔍 Warum gekühlte Vorrichtungen beim Schweißen?
Mit dieser innovativen Kühlmethode kannst du:
- ⏱️ Kontinuierlich in hohen Stückzahlen schweißen, ohne Qualitätsverlust
- 💰 Kosten durch weniger Ausschuss und Nachbesserungen senken
- 🚀 Arbeitssicherheit und Anlagenverfügbarkeit steigern
- 😊 Bauteilfestigkeit und Prozesssicherheit langfristig gewährleisten
🔗 Nützliche Links:
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Wenn du Fragen oder Themenwünsche hast, auf die ich hier im Podcast eingehen soll. Schreib mir gerne unter:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Gekühlte Schweißzangen und Vorrichtungen.
00:00:04: Was das miteinander zu tun hat, darüber müssen wir reden.
00:00:08: Mein Name ist Ben Pille und das ist der Betriebsmittel-Podcast
00:00:11: fix und fertig.
00:00:28: Jeder, der eine Schweißzange schon mal gesehen
00:00:32: hat oder vielleicht sogar eine Schweißzange installiert hat oder sie
00:00:35: konstruiert hat, der weiß eigentlich, dass ganz ganz viele Schweißzangen
00:00:39: wassergekühlt sind. Warum macht man das? Man
00:00:43: macht es, damit die Wärmeentwicklung, die
00:00:46: entsteht durch einen Schweißprozess, der sich ganz oft nacheinander
00:00:50: wiederholt, sehr sehr groß ist und damit diese Zangen
00:00:54: letztendlich nicht zu warm werden und genau
00:00:58: die Qualität weiterhin bringen können, die sie beim ersten Schweißpunkt schon
00:01:02: haben. Und wir hatten bei uns im Unternehmen
00:01:05: kürzlich einen Fall, wo der Kunde auf uns zukommt und hat
00:01:09: gesagt, okay ich möchte eine
00:01:13: Gewindeplatte mit 4 Schweißpunkten
00:01:17: auf ein Blechteil aufschweißen und
00:01:20: ich möchte das aufgrund der hohen Stückzahl und der Taktzeit
00:01:24: eigentlich so haben, dass wir das wirklich gleichzeitig
00:01:28: machen. Alle 4 Schweißpunkte sollen gleichzeitig
00:01:32: gesetzt werden. Und da haben wir einen etwas
00:01:36: anderen Ansatz verfolgt als herkömmlich oder als das vielleicht auch
00:01:40: viele andere machen. Wir haben gesagt, okay, wir nehmen dieses
00:01:43: Bauteil, wir nehmen diese Gewindeplatte, legen das
00:01:47: ein in eine Vorrichtung und integrieren
00:01:51: die komplette Schweißtechnik, also die Schweißzylinder, die
00:01:54: Schweißelektroden mit in diese Vorrichtung
00:01:58: hinein. Das hat den Vorteil, ich bin quasi auch
00:02:02: fast autark dann unterwegs, habe mehr oder
00:02:05: weniger eine Anlage, die ich mir hinstellen
00:02:09: kann mit 1 entsprechenden Steuerung, die hatte der Kunde
00:02:13: in diesem Fall schon, wo wir eigentlich dann unsere Vorrichtung nur anklemmen
00:02:16: brauchten. Hat den Vorteil, alle 4 Schweißpunkte
00:02:21: können gleichzeitig gesetzt werden, hat aber auch unterm Strich einen
00:02:25: ganz ganz großen Nachteil, weil dadurch, dass ich 4
00:02:28: Schweißpunkte gleichzeitig setze bei hohen Blechticken,
00:02:32: hohen Blechstärken, muss ich eine unheimlich
00:02:36: hohe Amperenzahl haben, damit ich die
00:02:39: Schweißpunkte wirklich in der Qualität so rausbringen kann, dass
00:02:43: die nachher bei jeder Schliffprobe
00:02:47: standhalten können und auch einfach die
00:02:50: entsprechende Qualität und vor allem auch die Festigkeit haben, dass
00:02:54: diese Gewindeplatte, die wir da aufschweißen, nachher
00:02:57: auch wirklich sicher mit dem eigentlichen Blechteil verbunden ist.
00:03:01: Beim ersten Schweißpunkt oder bei dem ersten Mal viermal
00:03:05: Schweißpunkte setzen ist das sicherlich alles noch nicht das Problem. Wenn
00:03:09: man sich jetzt aber vorstellt, dass wir hingehen und das ganze
00:03:12: dann pro Minute vielleicht 3 oder 4
00:03:16: mal machen, das ganze dann hochrechnen auf 60 minuten
00:03:20: die der werker vielleicht am stück erst mal produziert da werden wir schnell
00:03:24: merken da kommen ganz ganz viele schweißpunkte zusammen und demzufolge
00:03:28: kommt auch relativ viel Wärme da rein und da
00:03:32: kann man finde ich immer als als
00:03:35: Leitwert nehmen wenn ich hingehe und meine Hand auf die
00:03:39: Vorrichtung irgendwo lege dann muss das von der Temperatur
00:03:43: so sein dass ich das ohne Probleme aushalten kann ich darf schon
00:03:47: merken okay es ist warm ja aber was
00:03:50: ich nicht da ist oder es heißt Weil dann habe ich letztendlich auch
00:03:54: sofort ein arbeitssicherheitstechnisches Problem und vor allen
00:03:58: Dingen habe ich dann früher oder später auch ein Qualitätsproblem,
00:04:02: weil letztendlich die Temperaturen in der Vorrichtung, in
00:04:05: den Schweißelektroden zu hoch sind. So was haben wir gemacht. Wir sind
00:04:09: hingegangen und haben gesagt, okay, erstmal arbeitet man ja die
00:04:13: Kontakte herzustellen etc. Viel mit Kupfer in dem Bereich
00:04:16: dann. Und wir sind hingegangen und haben gesagt, jede Schweißzange ist
00:04:20: gekühlt, das ganze System müssen wir uns doch zunutze
00:04:24: machen und haben unsere Vorrichtung
00:04:28: mit Kühlbohrung versehen. Das heißt, wir haben die
00:04:31: Möglichkeit, kaltes Wasser durch unsere Vorrichtung
00:04:35: zu pumpen mit einem entsprechenden Kühlaggregat, was der Kunde dann
00:04:39: letztendlich auch noch neben seiner Anlage gestellt hat, wo man eine
00:04:42: gewisse Durchflussmenge entsprechend einstellen kann.
00:04:46: Und das entscheidende ist dann natürlich, dass ich das Wasser
00:04:50: wirklich möglichst nah an den Punkt heranbringe,
00:04:54: wo ich auch am Schweißen bin und wo diese Hitze entsteht. Das
00:04:58: heißt, ich muss dann, wenn ich beispielsweise, sagen wir
00:05:01: mal, eckige Aufnahmeklötze habe,
00:05:04: wo die Bauteile nachher drauf liegen, dass ich
00:05:08: da wirklich möglichst nah rangehe
00:05:12: an diese Bauteilauflageflächen, da wo die Wärme entsteht,
00:05:16: damit ich das Wasser dann da entsprechend durchpumpen kann.
00:05:19: Wie kriege ich das am besten hin? Ich mache im Prinzip
00:05:23: Bohrungen von beiden Seiten komplett durch das
00:05:27: Bauteil durch, muss dann entsprechende Fittings entsprechend
00:05:31: einschrauben, dass ich dann möglichst einfach mit Wasserleitungen
00:05:35: oder mit Schläuchen dann wiederum weiter bauen kann und muss das
00:05:39: Ganze irgendwo außen zusammenführen, dass ich dann vielleicht
00:05:42: mehrere Wasserkreisläufe auch habe, auch einfach
00:05:46: da zu schauen, dass nicht das Wasser durch den ersten
00:05:49: Bereich der Vorrichtung durchfließt, sich da schon erhitzt, dann durch den
00:05:53: zweiten Bereich durchfließt, sich dort weiter erhitzt und durch den dritten und
00:05:56: letztendlich wird das ganze Wasser im System auch immer wärmer,
00:06:00: sondern wir müssen schon sehen, dass wir die Kühlkreisläufe da
00:06:03: irgendwo überschaubar halten. Und das Ganze lässt sich
00:06:07: sicherlich auch auf andere Vorrichtungen übertragen, nicht nur hier
00:06:11: in dem Fall, wo wir 4 Schweißpunkte setzen, sondern gerade wenn ich Edelstahl
00:06:15: miteinander verschweißen will, wenn ich große Magnete habe, lange Magnete
00:06:19: setzen muss oder wie gesagt beim beim Edelstahl schweißen,
00:06:23: wenn ich hingehe und das ganze dann mit WIG schweißen will und
00:06:26: wirklich viele lange große Nähte habe, die ich setzen
00:06:30: muss, Dann sind Temperaturempfindlichkeiten, Temperaturverzug
00:06:34: sind immer ein großes Thema und da ist es ein
00:06:38: guter Ansatz, dass man mal drauf schaut, dass man überlegt, wo kann ich was
00:06:41: kühlen. Es gibt auch die Möglichkeit, thermische Untersuchungen zu machen, wo ich
00:06:45: dann schauen kann, wenn ich diese Schweißnähte so
00:06:49: setze, wie viel Wärme bringe ich denn dann ein und
00:06:53: wie verhält sich das letztendlich oder wie wirkt sich das dann auf
00:06:56: das Bauteil aus. Das sind alles Themen, die man dann besprechen
00:07:00: kann, wo man in den Austausch gehen kann, wo man auch gucken kann,
00:07:04: was ist jetzt die Qualitätsanforderung an das Bauteil,
00:07:07: wie viel muss ich nachher wirklich kühlen, damit ich die entsprechende
00:07:12: Qualität bekomme. Ja, das soll es dann auch heute schon gewesen
00:07:15: sein. Kurzer Einblick in das Thema Kühlung
00:07:19: im Vorrichtungsbau. Ich glaube, das ist eine ganz interessante Geschichte.
00:07:23: Wenn dich das interessiert, wenn es für dich vielleicht mehr Wert bringen
00:07:27: könnte, dann kannst du mich gerne kontaktieren auf den bekannten Wegen und ich
00:07:31: freue mich bis zum nächsten Mal.
00:07:45: Untertitel
00:07:49: von Stephanie Geiges
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