#56 - Das ist alles viel zu teuer – Versteckte Kosten der Auslandsfertigung
Shownotes
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🚀 Das ist alles viel zu teuer? – Die versteckten Kosten der Auslandsfertigung im Maschinenbau
In diesem Video zeige ich dir, wie du versteckte Kosten bei Auslandsfertigung erkennst und vermeidest, um deine Projekte wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten!
Perfekt für Einkäufer, Produktionsleiter und Geschäftsführer im Maschinenbau, die langfristig Kosten senken ohne auf Qualität und Flexibilität zu verzichten.
Wir sprechen über konkrete Risiken und Vorteile der Inlandsfertigung gegenüber Billigangeboten aus dem Ausland – praxisnah, ehrlich und mit sofort umsetzbaren Tipps.
⏱️ Kapitel:
00:00 Einführung: „Zu teuer? Ab ins Ausland!?“ 01:00 Vergleich Deutschland vs. Ausland – Qualität, Preis & Zusatznutzen 03:35 Sprachbarrieren & Integrationspotenzial in der Projektarbeit 04:35 Lieferzeit & Logistik: Zeit ist Geld 05:45 Änderungen und kurze Wege – Flexibilität im Inland 07:20 Partnerschaft statt Preiskampf: Warum starker Support zählt 09:12 Fazit & handfeste Argumente für regionale Betriebsmittel
📋 Was dich erwartet:
✅ Die wichtigsten Argumente gegen reine Kostenbetrachtung bei Auslandsfertigung ✅ Wie deutsche Betriebsmittelhersteller oft wirtschaftlicher sind als Billiganbieter ✅ Konkrete Beispiele zu versteckten Aufwänden (wie Transport, Zoll, Änderungen) ✅ Der Mehrwert ganzheitlicher Betreuung & Integration von Prozessen ✅ Vorteile der Kommunikation ohne Sprachbarrieren ✅ Wie du mit echten Partnerschaften langfristig erfolgreicher bist
🔍 Warum versteckte Kosten bei Auslandsfertigung?
Mit dieser Checkliste zur Fertigungsauslagerung kannst du:
- ⏱️ Zeit sparen durch deutlich kürzere Lieferwege und schnelle Reaktionsfähigkeit
- 💰 Übersehene Zusatzkosten und Nacharbeitsaufwand drastisch reduzieren
- 🚀 Partnerschaften entwickeln, die auch im Notfall schnell helfen
- 😊 Reibungslose Abläufe für alle Beteiligten im eigenen Team sicherstellen
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Transkript anzeigen
00:00:00: Das ist alles viel zu teuer.
00:00:02: Wir machen das jetzt im Ausland.
00:00:05: Über die Aussage müssen wir heute reden.
00:00:07: Mein Name ist Bern Pille und das ist der Betriebsmittel Podcast fix und fertig.
00:00:31: Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Monaten diese Aussage gehört habe, gelesen habe oder letztendlich irgendwo mitbekommen habe.
00:00:43: Es ist letztendlich in aller Munde die Kosten sind irgendwie zu hoch, jeder will die Kosten runterdrücken, jeder will effizienter sein, die Aufträge fliegen einem nicht mehr so zu, sondern man muss da letztendlich auch ein bisschen mehr für tun, aber keiner will mehr Geld ausgeben.
00:01:01: Und dann ist immer der Gedanke da, wenn ich für Betriebsmittel weniger Geld ausgeben will, dann gehe ich erstmal ins Ausland, dann gehe ich östlich von Deutschland oder ich gehe noch weiter, dass ich sogar nachher ein Schiff brauche, um das Ganze hier wieder rüberzukriegen.
00:01:14: Das ist ein Ansatz.
00:01:17: Das kann man machen und es kann auch funktionieren.
00:01:21: Aber es gibt auch ganz viele Ansätze und da will ich jetzt nicht nur von uns hier bei Veskat reden, sondern allgemein über den deutschen Maschinenbau, über deutsche Betriebsmittel Hersteller.
00:01:33: Weil ich bin der Meinung, auch hier in diesem Land gibt es viele Unternehmen, die das können und die das auch zu einem fairen und guten Preis gut können und die letztendlich Unter dem Strich, wenn man das nachher auf das Projekt sieht, wirtschaftlicher sind, als wenn du einmal irgendwo eine günstige Vorrichtung einkaufst, weil das gerade dann im ersten Moment vielleicht billiger ist.
00:02:01: Wenn wir doch mal ganz ehrlich sind, wenn wir das mal durchspielen, das fängt doch letztendlich schon damit an, wenn du irgendwo dann dort eine Vorrichtung, ein Betriebsmittel anfragst.
00:02:11: Du schickst die Anfrage dann dahin, erst mal musst du eine ganze Anfrage unterlagen auf Englisch haben.
00:02:16: So, das ist dann vielleicht auch nicht jedermanns Sache.
00:02:18: Wenn du dann auch noch einen Deutschen mit anfragen willst und sagt, der dir vielleicht noch nicht, ich möchte das aber ganz gerne alles auf Deutsch haben, also fängst du schon an, du brauchst im Prinzip einmal das Ganze auf Deutsch, einmal das auf Englisch.
00:02:28: oder du sagst, ist mir egal, das ist jetzt meine Sprache, neue Dings, ich bei uns durfte alles nur noch in Englisch, dann ist das so, kann man sicherlich machen, ob das dann aber letztendlich auch für alle Mitarbeiter in deinem Unternehmen, die auch damit zu tun haben, nachher so sinnvoll ist, das muss man letztendlich auch irgendwo mal hinterfragen.
00:02:46: Dann haben wir diese Anfrage, dann gibt es ein Angebot.
00:02:48: Und dann glaube ich, dass es ganz viele Firmen gibt, gerade im Ausland, die dir genau das anbieten, was du haben willst.
00:02:55: Dann freust du dich und sagst du, das ist super hier, ich kann die alle nebeneinander legen, ich kann die alle vergleichen und kann mir dann den Billigsten aussuchen.
00:03:02: Ich glaube aber auch, die Kehrseite der Medaille ist, wenn du das in Deutschland machst und wenn du es bei uns machst, bei Wescott auf jeden Fall, wir gucken nach links und nach rechts.
00:03:12: Was machst du?
00:03:13: vor deinem Prozess in deiner Schweißvorrichtung, in deiner Montage.
00:03:17: Was genau passiert davor?
00:03:19: Gibt es vielleicht noch irgendwas, was wir mit in die Vorrichtung integrieren können?
00:03:23: Was passiert danach?
00:03:23: Vielleicht eine Teilekennzeichnung oder ähnliches oder eine gewisse Qualitätskontrolle?
00:03:27: können wir wieder über unsere?
00:03:29: Das kann Multistation reden, sind drei, vier, fünf Folgen, glaube ich, vorher.
00:03:32: Könnt ihr gerne mal reinhören.
00:03:34: Aber das ist ein klassisches Ding.
00:03:35: Wir fassen vielleicht Aufgaben mit in diese Vorrichtung hinein, die ansonsten im Vorgelagert sind oder in der Hergelagert sind.
00:03:44: Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist das doch schon der größte Mehrwert, den du überhaupt haben kannst.
00:03:49: Ein Lieferant, ein Partner, wer dich wirklich begleitet und der sagt, hör doch mal zu.
00:03:54: Vielleicht können wir das doch integrieren.
00:03:55: Du hast einen Arbeitsschritt weniger, gibst dir vielleicht zwei Euro vierzig mehr aus, aber bist nachher in deiner Produktion, egal ob Kleinserie oder vielleicht sogar große Serie, deutlich schneller.
00:04:06: Das rechnet sich letztendlich dann schon wieder von selbst.
00:04:10: Also da glaube ich, da bist du auf jeden Fall aus diesen beiden Gründen schon besser aufgeroben, weil du vielleicht in deiner Muttersprache unterwegs bist, weil du alle Leute aus deinem Unternehmen einbinden kannst in das Projekt vom Einkaufsleiter über dich vielleicht als Geschäftsführer selbst, über dein Produktionsleiter bis hin zum Mann, der letztendlich nachher mit dieser Vorrichtung arbeiten muss, weil alle werden in der Lage sein, in diesem Projekt vernünftig mitreden zu können ohne irgendwelchen Sprachbarriere und man kann in dem Zuge viel besser über die ganzen vorgelagerten und nachgelagerten Prozesse reden und somit ganz klar Das sind definitiv schon mal zwei Vorteile.
00:04:51: Der dritte Vorteil liegt auch auf der Hand.
00:04:54: Die kürzere Lieferzeit.
00:04:55: Wenn jemand beispielsweise aus Indien, die eine Vorrichtung hier rüber schickt, dann wird die immer länger unterwegs sein, als wenn ich von Bad Iburg, was nach München schicke, oder wenn irgendjemand aus Flensburg, was runter schickt, meine Wege nach Graz oder auch nach Rom oder nach Italien.
00:05:13: Letztendlich, das wird immer... schneller sein.
00:05:17: Auch wenn der Kollege, der das dann aus Indien oder aus China oder wo auch immer hersteckt, das Ding ins Flugzeug stellt.
00:05:23: Das ist dann schon wieder der nächste Punkt.
00:05:25: Wenn man so eine ganze Vorrichtung oder ein Vorrichtungssatz bestehend aus vier, fünf, sechs, sieben Vorrichtungen mit einem Flugzeug hier rüber schippen will, dann bin ich sicherlich auf der einen Seite dort, dass das dann auch innerhalb von Tagen geht.
00:05:38: Hab aber vielleicht das Problem, dass die ganzen Brocken dann nachher ein Toll verstecken.
00:05:42: Und da habe ich dann schon wieder das nächste Problem.
00:05:44: Wenn ich das innerhalb von Deutschland, innerhalb der EU, versticke, stelle ich es auf dem Lkw, mache eine Sonderfahrt davon, dann handelt auch nicht vierzig Leute in der Hand und die laden das siebzig mal um oder so, sondern die sind dann bei uns auf dem Hof, wir stellen das mit unserem Stablaut darauf, fahren das zum Kunden und der lädt das mit seinem Stablaut ab und dann steht das Ding da auf dem Betriebsgelände.
00:06:04: Wenn es das angekommen ist, ist das nicht vierzig mal umgeladen, ich habe nicht noch eine Übersie, Transportbox oder keine Ahnung, was für Dinger da alle drumherum gebaut, das sind letztendlich auch alles kosten und das ist vor allen Dingen auch alles Zeit.
00:06:18: Und wenn wir dann noch mal weitergehen, wenn die Vorrichtung dann bei dir steht und dann fällt vielleicht irgendwem auf in der Produktentwicklung, wir müssen dann aber integrieren, wir müssen hier brauchen wir noch einen Bauteil oder hier müssen wir noch ein Loch dazu machen, hier müssen wir noch ein Flansch anders haben, haben wir doch alle ehrlich gesagt schon erlebt.
00:06:34: Dann geht es doch drum, so jetzt müssen wir das mal ganz schnell ändern.
00:06:38: Und spätestens jetzt ist es doch Das Wunderschönste, wenn man jemand anruft und sagt, komm mal kurz vorbei, lass uns das mal eben gemeinsam anschauen und lass uns doch mal eine schnelle Lösung finden.
00:06:51: Und dann fährst du dahin, dann guckst du dir das an und dann besprech dir das, dann werden die konstruktiven Änderungen umgesetzt, dann wird das im Idealfall beim Unternehmen mit einer hohen Fertigungstiefe.
00:07:03: Ich sage es jetzt mal ganz provokant, am Montag konstruiert, am Dienstag gefräst, am Mittwoch verschickt oder am Donnerstag.
00:07:10: persönlich vorbeigebracht und dann hast du doch Lösungen innerhalb von vier fünf Tagen, wenn es jetzt keine kompletzen Dinge sind, die du letztendlich umsetzen kannst.
00:07:21: Und wenn es größere Endungen sind, dann wird es trotzdem immer bei deinem Partner vor Ort schneller gehen.
00:07:27: und Partner ist auch richtig, richtig.
00:07:30: starkes Wort letztendlich in einer Beziehung zwischen Kunden und Lieferanten, weil wenn es nicht nur eine Kunden-Lieferanten-Beziehung ist, sondern wenn es wirklich eine Partnerschaft ist, dann tauscht man sich über viel, viel mehr Sachen aus.
00:07:42: Dann kann man sich zum Beispiel, haben wir auch gehabt vor vier Wochen, da ruft unser Partner uns an, für den wir sonst immer Vorrichtung bauen, der hat einen eigenen Werkzeugbau auch, ruft an und sagt, Wir haben ein Problem.
00:07:53: Wir brauchen ganz dringend Aluminium, eine Aluminiumplatte.
00:07:57: Wir haben da verbaselt, was zu bestellen.
00:07:59: Brauchen wir für unser Werkzeug.
00:08:00: Die und die Größe können uns irgendwie helfen.
00:08:02: Wir haben alle die Vorraten durchtelefoniert.
00:08:05: Wir brauchen eine Woche, bis wir das Ding hier stehen haben.
00:08:07: So, wir hatten das passende Teil hier liegen.
00:08:09: So, zweimal abgesägt, damit Längebreite dann wirklich komplett passen.
00:08:13: Auf ein Lkw gepackt, die drei Hundert Kilometer Richtung Westen gefahren.
00:08:19: Und schon ist die Platte da.
00:08:21: Innerhalb.
00:08:22: von sechs und dreißig Stunden.
00:08:24: Das machst du aber nicht für jemanden, mit dem du noch nie was zu tun gehabt hast oder der dir fünf Anfragen in einem Jahr schickt und von dem du fünf mal hörst, ne, ich lass das jetzt doch im Ausland machen.
00:08:35: Ne, weil das ist mir doch billiger und da fahre ich viel besser mit.
00:08:39: Da machst du das nicht.
00:08:39: Das machst du nur, wenn du wirkliche Partnerschaften hast und das ist ja letztendlich auf beiden Seiten so.
00:08:45: Wir machen das für unsere Partner, für unsere Kunden.
00:08:48: Aber auch der Kunde selbst kommt ja nicht auf die Idee, als allererstes zu sagen, so, ich brauche eine Aluminiumplatte.
00:08:53: Innerhalb von sechs, neunzig Stunden kannst du das mal möglich machen, weil der traut dir das sowieso gar nicht zu, weil die euch gar nicht kennt, weil das einfach nur irgendein Nummer ist in irgendeinem System, wo der fünfmal im Jahr oder meinetwegen auch fünfzehnmal im Jahr eine Anfrage hinschickt, die er aber letztendlich dann nur hinschickt, weil er im Endeffekt nachher irgendwem belegen will, da ist es so teuer und da ist es so teuer.
00:09:12: Also da nochmal als letzten Punkt für dich, kannst du nochmal mitnehmen, Partnerschaft.
00:09:18: ist das, was man gemeinsam lebt, wo man beide Seiten davon profitieren, dass man zusammenarbeitet.
00:09:25: Beide Seiten.
00:09:26: Und nicht nur jemand, der einen Auftrag vergibt und jemand anderes, der irgendwas ausführt.
00:09:31: Haben wir eine Folge vorher noch gemacht.
00:09:33: Produktentwicklung und Betriebsmittelkonstruktion laufen parallel.
00:09:38: Ist auch ein tolles Beispiel für eine Partnerschaft funktioniert nämlich auch nur dann.
00:09:42: Also gerne nochmal eine oder zwei Folgen zurück.
00:09:43: Ich bin mir nicht ganz sicher.
00:09:45: Und dann könnt ihr euch das auch noch mal anhören.
00:09:47: Bis dahin würde ich sagen, für heute sind wir fix und fertig.
00:09:50: Hat mich gefreut.
00:09:51: Es war mir ein Fest.
00:09:52: Macht's gut.
00:09:53: Bis zum nächsten Mal.
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