#75 - Von der Kostenexplosion zu Budgetlösung mit dieser Methode
Shownotes
Explodierende Kosten setzen jeden Fertigungsleiter unter Druck - doch es gibt budgetgerechte Lösungen für jede Situation. In dieser Episode zeigt Bernd Pille anhand eines konkreten Verhandlungsgesprächs, wie Sie durch strategische Kompromisse und schrittweise Optimierung Ihre Fertigungskosten nachhaltig senken können. Erfahren Sie, warum nicht immer die Vollausstattung nötig ist und wie Sie mit dem richtigen Vorgehen sowohl bei Vorrichtungen als auch anderen Investitionen zum Ziel kommen.
Das erwartet Sie in dieser Episode:
- Wie Sie Verhandlungen mit Dienstleistern erfolgreich führen und budgetgerechte Alternativen entwickeln
- Warum eine Vorrichtung für 10.000 Euro statt 20.000 Euro durchaus sinnvoll sein kann - und welche Kompromisse das bedeutet
- Welche Strategie Sie anwenden sollten, um Investitionen schrittweise zu tätigen und den Mehrwert messbar zu machen
Sprechen Sie mit einem unserer Referenzkunden:
Stehen Sie auch vor der Herausforderung, Ihre Fertigungskosten zu optimieren, ohne dabei Qualität und Sicherheit zu gefährden?
Bleiben Sie dran:
Transkript anzeigen
00:00:00: Die Kosten explodieren. Was tun wir dagegen?
00:00:04: Was kann jeder dagegen tun? Und vor allen Dingen, was
00:00:08: sollte immer das grundsätzliche Ziel sein? Darüber
00:00:11: müssen wir reden. Mein Name ist Bernd Pille und das ist der Betriebsmittel Podcast fix
00:00:15: und fertig.
00:00:36: Ja, letztendlich, ich glaube, das ist ein Thema, das kennt jeder.
00:00:39: Die Kosten explodieren, sei es Energiepreise, jetzt gerade
00:00:43: aktuell wieder die Spritpreise. Und jeder muss für sich irgendwo
00:00:46: gucken: Wo kann ich denn bleiben? Wie kann ich mein Unternehmen
00:00:50: in der richtigen Fahrrinne halten? Und ich möchte heute mal einen
00:00:54: kleinen Exkurs machen in unser Unternehmen.
00:00:58: Wie ich das hier mache, wie wir das hier machen, und möchte da letztendlich auch
00:01:01: von einem Gespräch berichten, was ich heute hatte
00:01:04: mit einem Dienstleister, der uns Software
00:01:08: bereitstellt. Und da ging es eigentlich darum, dass wir gesagt haben, okay, wir
00:01:12: wollen schauen, dass wir beispielsweise diese
00:01:15: Lizenzgebühren vielleicht in irgendeiner Art und Weise
00:01:18: reduzieren können. Und das stieß natürlich bei
00:01:22: diesem Partner erst mal auf taube Ohren, weil er gesagt hat,
00:01:25: okay, das ist unser Kerngeschäft, davon leben wir, da
00:01:29: können wir nichts machen. Lasst uns lieber gemeinsam schauen, wie wir
00:01:33: ein Stück weit euch effizienter machen können, wie ihr
00:01:37: hingehen könnt, dass ihr dann noch besser, noch schneller mit unserer
00:01:41: Software arbeiten könnt. Und dann hab ich gesagt: Ja, das können wir machen. Finde ich
00:01:45: auch mega gut. Aber was auf gar keinen Fall passieren darf, ist,
00:01:49: dass es als allererstes dann heißt: Okay, damit ihr
00:01:52: effizienter arbeiten könnt, müsst ihr das machen. Ihr müsst das kaufen, ihr müsst das kaufen,
00:01:56: ihr müsst das kaufen. Nein, Das möchte ich nicht, sondern wenn, dann muss
00:01:59: es eine überschaubare Investition sein, wo ich dann auch merke,
00:02:04: dass ich Mehrwert habe. Und danach kann ich ja vielleicht
00:02:07: dann auch den nächsten Schritt gehen. Und dann haben wir zusammengesessen und
00:02:11: wir haben darüber gesprochen: Was gibt es für Möglichkeiten? Was können wir machen? Was
00:02:15: können auch wir hier in unseren Fertigungsschritten
00:02:18: irgendwo optimieren? Und dann
00:02:22: haben wir irgendwann in diesem Gespräch festgestellt: Okay, das
00:02:26: Ganze kostet letztendlich unterm Strich wieder eine ganze Stange Geld,
00:02:30: wo ich auch gesagt habe: Nee, das möchte ich jetzt gerade nicht. Und vor allen
00:02:33: Dingen möchte ich das nicht investieren, weil ich gar nicht
00:02:36: sicher bin, dass ich letztendlich nachher wirklich diese
00:02:40: Einsparung und diese Effizienzsteigerung dort habe. Das heißt, ich
00:02:43: erkenne den Mehrwert noch nicht. Und dann hat
00:02:47: der Kollege oder der mir gegenübersaß, der
00:02:50: Vertriebsmitarbeiter, gesagt: Ja, aber Da kann ich nichts
00:02:54: machen. Das ist der Preis. Da müssen wir hin. Und da gibt es keine andere
00:02:57: Chance. Und wenn du zu deinen Kunden hingehst und denen
00:03:01: sagst, die Vorrichtung kostet jetzt 20.000
00:03:05: € und die ist so und so aufgebaut und das hast du davon, dann kannst
00:03:08: du das ja auch nicht auf einmal für die Hälfte machen. Falsch.
00:03:12: Das stimmt nicht. Ich kann das. Ich kann das in dem
00:03:16: Punkt, in dem ich hingehe und
00:03:19: sage, Okay, du hast eine automatisierte Fertigung und du hast nur
00:03:23: als fiktiven Preis 10.000 Euro. Ich bau dir
00:03:26: eine Vorrichtung für diesen Preis, aber in
00:03:31: meinen 20.000 Euro sind Pneumatikspanner und Elektrikabfragen als
00:03:34: Beispiel drin, ja, und die streiche ich dir raus, weil die kannst
00:03:38: du dir deiner Meinung nach für dein Budget nicht
00:03:43: leisten. Das hat aber für dich zur Folge, dass du manuelle Spanner in
00:03:47: deine Vorrichtung reinkriegst, und das hat zur Folge, dass du keine elektrische Abfrage
00:03:50: hast, weil Was wiederum zur Folge hat, dein Werker an der Anlage muss diese
00:03:54: Dinger alle von Hand schließen. Wenn er das vergisst, kann es sein, dass der Roboter
00:03:58: da durchrauscht. Es ist dein Risiko, musst du dir
00:04:02: überlegen. Aber ich kann dir für dein Budget
00:04:05: was anbieten, wo ich dir Hinweise gebe, dass
00:04:09: das vielleicht nicht die ideale Lösung ist. Aber du musst dir überlegen, ob du
00:04:13: das haben möchtest oder nicht, oder ob du bereit bist, mehr
00:04:16: Geld auszugeben. Da hat er mich angeschaut und gesagt:
00:04:20: Ah, okay. Ja, das fand er im ersten Step erst mal
00:04:24: interessant. Dann haben wir ein paar Minuten über das eine oder andere Thema
00:04:28: geredet und dann habe ich ihm gesagt: Okay, vielleicht können wir auch
00:04:31: hingehen und dein Angebot mal genauso durchleuchten. Was ist denn das? Was können
00:04:35: wir denn einsparen? Wie können wir denn wirklich an dieses
00:04:39: absolute Minimum gehen, was ich investieren muss, damit ich
00:04:42: dann erst mal sehen kann, was wir für Möglichkeiten
00:04:46: haben und wie viel Effizienzsteigerung wir dann auch wirklich haben.
00:04:50: Und unterm Strich haben wir dann festgestellt: Okay, wir streichen
00:04:54: vielleicht erst mal die kompletten Schulungen aus diesem
00:04:57: Angebot raus, weil wir kaufen diese Dienstleistung
00:05:01: einmal ein. Da ging es um eine gewisse Programmierung und Optimierung
00:05:05: und das testen wir dann erst mal an unseren Bauteilen. Und wenn wir
00:05:08: dann sehen: Okay, da sind wir wirklich 30, 40,
00:05:12: 50% schneller, Dann können wir das ausbauen und dann können wir auch
00:05:16: unsere Mitarbeiter schulen. Und dann sehen wir
00:05:19: auch letztendlich irgendwo diesen Mehrwert schnell und haben
00:05:23: das Ganze dann, diese Investition auch
00:05:26: schnell refinanziert. Und das ist letztendlich
00:05:30: die Kernbotschaft. Nicht nur beim
00:05:33: Thema Vorrichtungsbau gibt es eine Lösung,
00:05:37: die zum Budget passt, sondern in allen
00:05:41: Bereichen. Es ist immer wieder entscheidend, einfach miteinander
00:05:44: zu kommunizieren und den absoluten Willen
00:05:47: zur Lösungsfindung auch haben zu wollen und ein Stück
00:05:51: weit kompromissbereit zu sein. Dann gibt
00:05:54: es Lösungen und dann kann man letztendlich
00:05:57: über Effizienzsteigerungen seine Kosten auch nach und
00:06:01: nach Stück für Stück weiter senken. Das soll mal
00:06:05: ein kleiner Exkurs in ein etwas anderes Thema gewesen
00:06:08: sein. Aber ich glaube, der ein oder andere kann aus
00:06:12: dem Podcast hier heute vielleicht auch was mitnehmen. Wenn du grundsätzlich Bock hast, mit
00:06:16: mir auch mal über so was zu diskutieren oder zu sprechen, dann kannst du dich
00:06:19: natürlich auch gerne melden. Und bis dahin freue ich mich auf die
00:06:23: nächste Folge mit dir. Mm.
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