#80 - Schluss mit Dienst nach Vorschrift - So wirst du vom Lieferanten zum Partner

Shownotes

Schluss mit Dienst nach Vorschrift bei Montagevorrichtungen - Bernd Pille zeigt anhand eines konkreten Kundenprojekts, wie durchdachte Beratung bei einer 50x50mm Baugruppe zu besseren Lösungen führt. Statt standardisierter Angebote entwickeln echte Partner alternative Ansätze, die Toleranzprobleme lösen und Qualität in der Musterphase sicherstellen.

Das erwartet Sie in dieser Episode:

  • Wie Sie bei kleinen Baugruppen Toleranzprobleme durch intelligente Vorrichtungskonzepte vermeiden
  • Warum gefräste Konturen bei 50x50mm Bauteilen oft problematisch sind und welche Alternativen funktionieren
  • Wie partnerschaftliche Beratung zu besseren Montagevorrichtungen führt als reine Auftragsabwicklung

Sprechen Sie mit einem unserer Referenzkunden:

Welche Herausforderungen haben Sie bei der Montage kleiner Baugruppen in der Musterphase? Wo stoßen Ihre aktuellen Vorrichtungskonzepte an Grenzen?

Bleiben Sie dran:

Transkript anzeigen

00:00:00: Schluss mit Dienst nach Vorschrift. Mein Name ist Bernd Pille und das

00:00:04: ist der Betriebsmittel Podcast fix und fertig.

00:00:28: Dienst nach Vorschrift. Ein schönes Wort, was man von

00:00:31: vielen Behörden immer so behauptet.

00:00:35: Ich Dienst nach Vorschrift ist

00:00:39: letztendlich nicht der richtige Weg. Und das Ganze kann

00:00:43: man auch auf die Kunden Lieferanten

00:00:46: Beziehungen beziehen und man kann das Ganze auch nehmen, um

00:00:50: die Partnerschaft darauf aufzubauen. Ich das meine, darüber reden wir

00:00:54: heute. Und da habe ich ein konkretes Beispiel. Ich war gestern bei einem Kunden,

00:00:58: da geht es darum, eine extrem kleine

00:01:01: Baugruppe zu montieren. Die Baugruppe ist

00:01:06: 50 x 50 mm groß

00:01:09: und der Kunde fragt eine Montagevorrichtung an,

00:01:13: weil er den kompletten Prozess der

00:01:17: späteren Serienfertigung abbilden möchte.

00:01:21: Im Nachgang wird das Bauteil irgendwann komplett automatisiert

00:01:25: gefertigt, nur mit Robotern. Alle, ich glaube, es waren

00:01:29: insgesamt 20 25 Positionen, werden mit einem

00:01:32: Roboter eingelegt, verclipst, werden geklebt, werden

00:01:36: verschraubt, alles passiert automatisiert. Und um diesen Prozess

00:01:39: abzusichern, um erste Prototypen, Versuchsträger zu bauen

00:01:44: und um Demonstratoren herzustellen, möchte man diesen Prozess schon mal

00:01:48: simulieren. Simulieren und braucht dafür Vorrichtung.

00:01:51: Und dann kam der Kunde auf uns zu und hat Lass uns das mal gemeinsam

00:01:55: angucken und ich habe okay, ich

00:01:58: komme vorbei, wir gucken uns das an. So, und dann hat er hier Ich

00:02:02: habe ein kleines Bauteil und da stelle ich mir das so vor, eine gefräste Form,

00:02:05: wo ich das erstmal reinlegen kann. Und dann kann ich hier die einzelnen

00:02:09: Stifte, die ich brauche da für die spätere Fixierung von

00:02:12: Zahnrädern, die kann ich dann da einpressen. Für mich kam

00:02:16: dann im Gespräch letztendlich dann schon rü Ja, man hat schon

00:02:20: klare Vorstellungen, wie das Ganze aussehen kann. Aber

00:02:24: lasst uns doch vielleicht mal nachher darüber reden.

00:02:27: Was sind denn die Probleme mit ähnlichen Baugruppen, die ihr schon mal hattet? Was

00:02:31: habt ihr denn da für Probleme, wenn ihr die aufgebaut habt? Und dann kam ja

00:02:34: oft Gerade in der Musterphase ist es dann so, dass die

00:02:38: Bauteile noch nicht passen von den Toleranzen, dass die Toleranzen nicht eingehalten

00:02:42: werden. Und da wird es immer schwierig, die in diese gefräste Form reinzudrücken. Und da

00:02:45: müssen wir gucken, wie wir das abbilden können. Und dann haben wir auch schon die

00:02:49: eine oder andere Klappe dann zerstört. Und dann habe ich gesagt, okay, dann lass

00:02:52: uns doch vielleicht mal überlegen, wie können wir das denn besser gestalten? Vielleicht brauchen wir,

00:02:56: auch wenn es so klein ist, nicht eine gefräste

00:03:00: Kontur, nicht einen gefrästen Klotz, wo ich einfach alles

00:03:04: reinstecke und dann miteinander verschraube, sondern muss ich vielleicht hingehen und sagen,

00:03:07: okay, ich möchte dieses erste Bauteil vielleicht über zwei Löcher

00:03:11: aufnehmen und muss dann diese die

00:03:14: Variabilität mir nachher holen über einzelne Schimpsstellen,

00:03:18: was natürlich schwierig ist, wenn ich in so kleinen

00:03:21: Bauteilen unterwegs bin. Aber letztendlich bin ich davon

00:03:25: überzeugt, dass es machbar ist. Und ich habe dem ein bisschen was

00:03:28: aufskizziert, habe dem ein bisschen erzählt, wie ich mir das vielleicht vorstellen kann, wie man

00:03:32: das umsetzt. Und das Ergebnis war, dass der

00:03:35: Kunde letztendlich dann wirklich

00:03:38: begeistert war davon, weil er gesagt das löst unser Problem. Wir können jetzt

00:03:42: die einzelnen Bauteile besser positionieren

00:03:46: und wir können vor allen Dingen auf Toleranzen Einfluss

00:03:50: nehmen. Wir können Chimps dazwischen legen und wir kriegen es hin,

00:03:53: da wirklich vermutlich dann auch erste B Muster

00:03:56: qualitativ hochwertig mit aufzubauen. Und das ist genau

00:04:00: das, was ich meine. Wir müssen vielleicht hier auch einfach

00:04:04: mal aufhören, Dienst nach Vorschrift zu machen, sondern ein Stück weiter

00:04:08: gehen, die Extrameile gehen und auch mal okay, mein lieber

00:04:11: potenzieller Neukunde, hör mal zu, vielleicht wäre das eine Idee,

00:04:15: das mal anders zu machen, einen anderen Weg zu gehen

00:04:19: als das, was du bisher gemacht hast. Weil

00:04:22: so können wir deine Probleme da irgendwo lösen

00:04:26: und das Ganze spiegelt sich eigentlich dann auch in dem ganzen

00:04:30: Unternehmen wieder. Das kann bei dir in deinem Unternehmen sein, das kann bei deinen Lieferanten

00:04:34: genauso sein. Die Leute, jeder einzelne Mitarbeiter

00:04:37: muss auch mal bereit sein, einen Schritt weiter

00:04:41: zu gehen, sich einer Situation zu stellen, die Aufgabe sich

00:04:44: anzunehmen und auch mal weiterzudenken. Was mache ich denn jetzt, wenn

00:04:48: ich hier ein Problem habe, wenn gewisse

00:04:51: Anforderungen vielleicht nicht erfüllt werden können? Was kann ich tun? Wie kann ich dieses

00:04:55: Problem lösen und nicht mit dem Problem zum nächsten laufen,

00:04:59: sondern selber aktiv werden? Und das ist, finde ich, in meinen Augen

00:05:02: eine gewisse Mentalität, die es einfach

00:05:06: geben muss. Wir hier bei Westcard setzen das eigentlich so um,

00:05:10: dass wir ein Führungsteam haben, was klar die Strukturen

00:05:13: vorgibt und letztendlich jeder Mitarbeiter. Das merkt man auch hier, wenn man bei

00:05:17: uns im Unternehmen ist, identifiziert sich mit seiner Aufgabe. Jeder versucht

00:05:21: hier jeden Tag sein Bestes zu nehmen. Und das Ganze funktioniert

00:05:25: letztendlich deshalb so gut, weil wir hier ein Team sind, weil wir eine

00:05:28: Mannschaft sind, die extrem gut

00:05:31: zusammenarbeitet, jeder seine Aufgaben macht und keiner Dienst nach

00:05:35: Vorschrift macht. Das war nochmal eine kleine Exkursion in

00:05:39: unser Unternehmen. Aber zurück zum Anfang der Folge, wo ich

00:05:42: gesagt habe, wie man wirklich Probleme

00:05:46: erkennen kann, wie man Probleme lösen kann, nämlich indem man darüber spricht, indem man

00:05:50: sich mit der Materie auseinandersetzt und indem man letztendlich

00:05:53: für Lösungsvorschläge auch offen ist. Und wir, wenn das genau

00:05:57: für dich auch das Richtige ist und auch der richtige Ansatz ist und du da

00:06:01: Bock drauf hast, dann buch dir gerne ein Erstgespräch bei mir, dann lass uns

00:06:05: gerne mal in Kontakt kommen miteinander und dann lass uns mal über deine nächste

00:06:08: Vorrichtung reden. Ich freue mich drauf.

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